Etao: Alibaba und Microsoft starten chinesische Suchmaschine
Alibaba, Chinas größtes E-Commerce-Unternehmen, betreibt seine neue Suchmaschine Etao mit Microsofts Bing. Taobao, die größte Onlinehandelsplattform des Landes für Endkunden, die zum Alibaba-Konzern gehört, hatte die Suchfunktionen am vergangenen Wochenende in der Betaversion gestartet. "Etao ist eine Einkaufssuche, die von Taobao betrieben wird" , sagte eine Alibaba-Sprecherin. Etaos Suche für das gesamte Internet basiert auf Bing.
Gegenwärtig ist Baidu mit 60 Prozent Marktanteil der führende chinesische Suchmaschinenbetreiber. Google kommt auf einen Anteil vom 30 Prozent und verzeichnet seit seinem Streit mit der Regierung in Peking einen Rückgang.
Microsoft hatte im September 2010 erklärt, in China einen Partner für das Suchmaschinengeschäft zu suchen. Die Alibaba Group gehört zu 40 Prozent dem US-Internetkonzern Yahoo. Die Anteile haben einen Wert von circa 1 Milliarde US-Dollar.
Alibaba will die Partnerschaft mit Yahoo beenden, weil der US-Konzern durch seine Kooperation mit Microsoft seine eigene Suchmaschinensparte aufgegeben habe. Yahoo sei damit zum reinen Finanzinvestor geworden, hatte Alibaba-Chef David Wie im September 2010 erklärt . Yahoo-Nutzer erhalten ihre Suchergebnisse von Bing. Das Bündnis wurde vor über einem Jahr geschlossen. Yahoo hat sich jedoch bisher nicht bereit erklärt, seine Anteile an der Alibaba Group abzugeben.
Zur Alibaba Group gehört auch Yahoo China. Das Chinageschäft hatte Alibaba 2005 von Yahoo übernommen. Im Gegenzug hatte Yahoo den Anteil an Alibaba gekauft.
Der Umsatz auf dem chinesischen Suchmaschinenmarkt hatte in der ersten Jahreshälfte 2010 laut Analysys International ein Volumen von 692 Millionen US-Dollar – ein Zuwachs um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
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