Asus Notebooks: Businessgeräte mit Dock und AMD-Netbooks

Die B53-Serie ist Asus' Versuch, im Geschäftskundenumfeld Fuß zu fassen. Dazu hat das Notebook einen Dockingport. Die dazugehörige Dockingstation bietet für das Geschäftsumfeld zum Teil noch immer wichtige Anschlüsse wie Seriell, Parallel, PS/2 und hat neben USB auch DVI-D und VGA. Das Dock ist sowohl mit den 15-Zoll- als auch den 14-Zoll-Geräten (B43) der neuen Businessserie kompatibel. Asus' Notebook selbst besitzt keinen DVI-Anschluss. Stattdessen gibt es Displayport, HDMI und VGA. Das Innenleben des Notebooks unterscheidet sich von Modell zu Modell. Verschiedene Core-i-CPUs werden angeboten, einige Modelle haben einen Radeon Mobility HD 5470 als dedizierten Grafikchip statt der Intel-HD-Grafik.
















Ein Novum für Asus ist die Unterstützung von zwei WLAN-Bändern. 802.11n kann sowohl auf 2,4 als auch auf dem noch ziemlich freien 5-GHz-Band genutzt werden. 802.11a/b/g wird ebenfalls bei Bedarf unterstützt. Allerdings werden nur die vPro-Versionen des B53 mit diesem WLAN-Chip ausgestattet sein, erkennbar am Buchstaben "J" in der Produktbezeichnung, so Asus. In Preissuchmaschinen findet sich das B53J häufig mit einer anderen Angabe zu den WLAN-Standards. Das B53F wird hingegen nur einfaches 802.11b/g/n bieten. Wer sichergehen will, muss beim Handel nachfragen. Bei einigen Notebooks ist auch UMTS vorgesehen. Mit einem kleinen Akku wiegt das Notebook etwa 2,7 Kg.
Langlebige Akkus bei Asus
Eine weitere interessante Neuerung gibt es im Bereich der Akkus. Sie betrifft allerdings nicht die ersten B53-Geräte, sondern erst spätere Versionen, die im Laufe des Jahres erscheinen sollen. Asus nutzt dann Akkus von Boston Power . Sie erlauben um die 1.000 Ladezyklen und werden mit einer längeren Garantie versehen. Normalerweise sind Akkus von den Garantiezeiten eines Notebooks ausgenommen. Häufig garantiert ein Hersteller nur für ein halbes Jahr die Funktionsfähigkeit eines Akkus. Asus bietet für die normalen Akkus ein Jahr Garantie, die Boston-Power-Akkus haben drei Jahre Garantie.
Für den Kunden wird es allerdings schwer, herauszufinden, welche Modelle Boston-Power-Akkus bieten. Das geht nur mit entsprechender Recherche auf der Webseite. Die Asus-Webseite listet bisher nur ein einziges Modell (öffnet im neuen Fenster) – ohne zu nennen, welche Modelle den Boston-Power-Akku nutzen. Vorsichtshalber sollte der Interessent auch in diesem Fall im Fachhandel nachfragen.
Wer die Flexibilität eines Docks nicht benötigt und auch an einem Akku mit mehr Zyklen nicht interessiert ist, findet in der P52-Serie ein ähnliches Design. Wie das B53 wirkt auch das P52 recht stabil und hat einen matten Bildschirm. Die 16:9-Panels der beiden Notebook-Serien bieten nur 1.366 x 768 Pixel. Das dürfte einige stören, die in der Höhe 800 Pixel im Geschäftskundenbereich gewöhnt sind.
Preislich werden die dockfähigen B53-Modelle bei 899 Euro losgehen. Das P52 soll es ab 709 Euro geben. Die Business-Notebooks mit Windows 7 Professional x64 werden zum Teil schon ausgeliefert und über den Fachhandel verkauft. In Elektronikmärkten werden sich diese Notebooks in der Regel nicht finden. Bei den Eee PCs ist das anders, denn damit bedient Asus vor allem Endkunden, sie sind preislich niedriger angesiedelt.
Mehr Eee PCs mit AMD-CPU
Zusätzlich zur bereits sehr unübersichtlichen Eee-PC-Produktlinie – derzeit sind sowohl 1005er als auch 1015er-Eee-PCs mit zahlreichen Buchstabenkombinationen in Geschäften zu finden – packt Asus zum Weihnachtsgeschäft noch ein paar drauf. Zu den Neulingen gehören zwei Netbooks mit AMD-CPUs: das 1215T als 12-Zoll-Gerät und das 1015T im 10-Zoll-Segment. In ihnen stecken ein AMD K125 (1,7 GHz) beziehungsweise ein V105 (1,2 GHz). Sie gehören zu AMDs(öffnet im neuen Fenster) Ultrathin-Plattform mit einer TDP von 12 beziehungsweise 9 Watt.
















Sie sollen beide etwas mehr Leistung bieten als ihre Atom-Gegenspieler. Das gilt vor allem für die Grafikkerne Radeon HD 4200 (1015T) und 4250 (1215T). Zur Akkulaufzeit macht Asus bei den Modellen keine Angaben. Beide Netbooks sollen Ende Oktober 2010 im Handel erscheinen und kosten 349 beziehungsweise 449 Euro. Das 12-Zoll-Modell setzt auf Windows 7 Home statt der Starter Edition und hat 2 statt einem GByte RAM.
Noch mehr Eees
Das sind nicht die einzigen Neuerungen und langsam wird es selbst für Asus-Mitarbeiter schwer, den Überblick zu behalten. Zu dem 1015PN, einem spieletauglichen Dual-Core-Atom-Netbook mit Ion-2-Grafik, gab es ebenfalls etwas zu verkünden. Wie bereits gemeldet fehlt dem 1015PN Nvidias Optimus . Das gilt aber nur für die Einstiegsgeräte. Asus will das 1015PN auch als höherpreisiges Netbook mit Windows 7 Home anbieten. Dann hat das ansonsten baugleiche Netbook Nvidias Grafikumschalttechnik Optimus bei einem Preis von 449 statt 379 Euro.
Zu guter Letzt steht bei Asus noch ein Verwandter des von uns bereits getesteten 1215N auf dem Plan. Dem 1215P (Dual-Core Atom N550, 2 x 1,5 GHz) fehlt allerdings die schnelle Nvidia-Grafik. Er ist für 449 Euro ab Ende November 2010 zu haben. Rund 50 Euro billiger als die N-Variante. Windows 7 Home wird installiert eingesetzt und 2 GByte RAM gehören zum Standard.



