Spielebranche: Ex-EA-Manager verkauft Ngmoco für 400 Millionen US-Dollar

Seit den Anfangstagen des iPhone zählt das in der Basisversion kostenlose Rolando zu den erfolgreichsten Spielen auf Apples Smartphone. Jetzt hat das Studio dahinter einen neuen Besitzer: Ngmoco gehört für bis zu 400 Millionen US-Dollar dem japanischen Socialgames-Spezialisten Dena(öffnet im neuen Fenster) . Der Kaufpreis setzt sich zusammen aus rund 300 Millionen US-Dollar plus 100 Millionen US-Dollar, wenn bestimmte Geschäftsziele erreicht werden.
Ngmoco wurde 2008 von Neil Young gegründet, der lange Jahre in leitender Funktion bei Electronic Arts tätig war. Er galt als einer der Macher hinter damals erfolgreichen Reihen wie Command & Conquer und Medal of Honor. Ngmoco hat sich rasch zum Vorzeigeentwickler für iPhone-Spiele gemausert – bei der Präsentation des Betriebssystems OS 3.0 Anfang 2009 durfte Young neben Steve Jobs auf der Bühne einige der neuen Fähigkeiten von 3.0 anhand seines Ego-Shooters Live Fire demonstrieren. Das von dem Unternehmen betriebene soziale Spielenetzwerk Plus+(öffnet im neuen Fenster) hat angeblich rund 13,5 Millionen registrierte Mitglieder.
Dena betreibt in Japan ein Socialgames-Portal namens Mobage Town, teils in Kooperation mit Yahoo. Das Unternehmen aus Tokio will mit der Übernahme den Einstieg in westliche Märkte schaffen. Dazu soll zusammen mit Ngmoco eine für westliche Spieler geeignete Version von Mobage entstehen, die auf Smartphones läuft – und zwar sowohl auf dem iPhone, als auch auf Android-Geräten. Die Unternehmen denken dazu derzeit über die Bereitstellung eines "Open Mobage Smartphone SDKs" nach, das voraussichtlich ab Dezember 2010 der Branche vorgestellt wird.



