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Doch alles gut: Intel gibt Entwarnung nach Umsatzwarnung

Nach einer Umsatzwarnung hat Intel nun doch noch relativ gute Quartalsergebnisse vorgelegt. Ein genauerer Blick offenbart Schwächen auf dem Endkundenmarkt mit Atom-Prozessoren.
/ Achim Sawall
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Intel-Chef Paul Otellini
Intel-Chef Paul Otellini

Intel sieht eine robuste Nachfrage auf dem Computermarkt durch Unternehmenskunden. Der Chiphersteller verzeichnete ein starkes Quartal und konnte Befürchtungen über einen erneuten Einbruch der PC-Branche vorerst entkräften. Intel hatte Ende August 2010 eine Umsatzwarnung abgegeben, weil die Nachfrage für mobile Computer in den USA und Europa zurückgegangen war.

Intels Bruttoergebnismarge werde im vierten Quartal leicht ansteigen. Die Kennzahl lag im dritten Quartal bei 66 Prozent und damit im Rahmen der angepassten Erwartung zwischen 65 und 67 Prozent. Positiv habe sich die Nachfrage der Firmenkunden, aber auch der Privatkunden in Märkten wie China entwickelt. "Es endete doch noch als ein sehr gutes Quartal für uns", sagte Stacy Smith, Intels Finanzchefin.

Intel erzielte in seinem dritten Quartal 2010 einen Gewinn von 2,96 Milliarden US-Dollar (52 Cent pro Aktie), nach 1,86 Milliarden US-Dollar (33 Cent) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz wuchs um 18 Prozent von 9,4 Milliarden US-Dollar auf 11,1 Milliarden US-Dollar. Die Analysten hatten einen Gewinn von 50 Cent pro Aktie und einen Umsatz von 10,99 Milliarden US-Dollar prognostiziert.

Bevor Intel seinen Ausblick gesenkt hatte, hatte die Umsatzprognose jedoch bei 11,2 Milliarden US-Dollar bis 12 Milliarden US-Dollar für das Quartal gelegen. Der Umsatz aus dem Verkauf von Atom-Prozessoren und Chipsätzen belief sich auf 396 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum zweiten Quartal ein Rückgang um 4 Prozent. Auch Intels Gesamtumsatz wuchs langsamer als erwartet. Üblicherweise steigt der Umsatz vom zweiten zum dritten Quartal um circa 9 Prozent, diesmal lag der Anstieg nur bei 3 Prozent.

"Der Umsatz und das operative Ergebnis von Intel ist im dritten Quartal so hoch wie noch nie", so Intel-Chef Paul Otellini optimistisch. "Wir sehen auch weiterhin eine gesunde weltweite Nachfrage nach Computern aller Art. Zudem freuen wir uns ganz besonders auf die nächste Prozessor-Generation mit dem Codenamen Sandy Bridge und die vielen neuen unterschiedlichen Geräte mit unserem Atom-Prozessor wie zum Beispiel Fernseher und Set-Top-Boxen mit Google TV und verschiedene Tablets auf Basis der Betriebssysteme Windows, Android und Meego."

Der Umsatz werde im vierten Quartal bei 11,4 Milliarden US-Dollar liegen, plus oder minus 400 Millionen US-Dollar. Abschreibungen seien in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar geplant. Der Umsatz für Server-CPUs habe sich stark entwickelt und wuchs im Jahresvergleich um 30 Prozent.


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