• IT-Karriere:
  • Services:

Roboter

Volkszählung für Maschinen

Eine US-Wissenschaftlerin hat ein ehrgeiziges Projekt begonnen: Sie will herausfinden, wie viele Roboter es auf der Welt gibt und was sie alles können. Dazu hat sie eine Website eingerichtet, über die Besitzer ihren Roboter registrieren können.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboter: Volkszählung für Maschinen

Roboter sind unter uns: Sie kehren den Fußboden, geleiten Bankkunden zu ihrem Termin oder fahren unerkannt durch Braunschweig. Aber wie viele sind es wirklich? Vor knapp zwei Jahren etwa schätzte der internationale Ingenieursverband Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) die Zahl der Industrieroboter auf eine Million. Heather Knight will es genau wissen: Sie hat die erste Roboterzählung der Welt initiiert.

Meldebogen für Roboter

Stellenmarkt
  1. ARIBYTE GmbH, Berlin
  2. Vorwerk Services GmbH, Wuppertal

Alle Roboterbesitzer sind aufgerufen, ihre Maschinenwesen zu registrieren. Dazu hat Knight die Website Robotcensus.org eingerichtet und dort ein Formular bereitgestellt, um einen Roboter zu melden. Gefragt wird nach dessen Einsatzzweck, also ob er in der Forschung eingesetzt wird, im Service oder als robotischer Freund, sowie nach seinem Einsatzort, also etwa Labor, Haushalt oder Fabrik. Außerdem soll der Besitzer technische Details angeben: Wie viele Freiheitsgrade hat der Roboter, welches Geschlecht, welche Sensoren? Und schließlich die wichtigste Frage: Wie viele Roboter gibt es? - wobei der Besitzer aufgefordert wird, für jeden Roboter den Meldebogen einzeln auszufüllen. Ein Glück, dass ein robotisches Fußballteam nur aus drei Spielern besteht.

Angefangen hat die Roboterzählung als Projekt an der Carnegie Mellon Universität (CMU) in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. Knight wollte wissen, wie viele Roboter es im Robotics Institute der CMU gibt, an dem sie promoviert. Also entwarf sie einen Fragebogen, den sie per E-Mail an alle Institutsmitarbeiter verschickte.

Roboter - Mensch: fast 1:1

Die haben fleißig ausgefüllt. Das Ergebnis: Nach dem derzeitigen Stand gibt es an Knights Institut 547 Roboter. Damit kommt auf fast jeden der rund 600 Institutsangehörigen ein Roboter. Nicht berücksichtigt dabei ist das geheime Regierungslabor, das zu CMU gehört.

Bleibt die entscheidende Frage: Was ist eigentlich ein Roboter? Dabei beruft sich Knight auf die übliche Definition, nach der Roboter künstliche Systeme sind, die wahrnehmen, denken und handeln können.

Ziel der Aktion ist, mehr Verständnis für Roboter zu wecken. Wenn Nutzer Fotos von den unterschiedlichsten Robotern - von der attraktiven Roboterdame Aila über den vielseitig einsetzbaren Personal Robot 2 bis hin zum Automaten für Panoramafotos - sehen, dann legen sie ihre Vorurteile gegen Roboter ab, hofft Knight. Es sei "schwer, gegen die Terminator-Filme anzutreten", sagte sie dem US-Wissenschaftsmagazin Technology Review.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. 860 Evo 500 GB SSD für 74,99€, Portable T5 500 GB SSD 94,99€, Evo Select microSDXC 128...

Missingno 12. Okt 2010

Selbst der Umstand, dass die meisten Roboter eher feminine Züge haben, würde mich nicht...

Golum 12. Okt 2010

Nö, einmal reicht, dann fällt einem schon auf, dass das "sind" dort fehl am Platz ist.

Trulala 12. Okt 2010

Na toll. Das ist ja wohl immer so. Mich würde eben interessieren wie die Definition...

Krampfdrone 12. Okt 2010

Naja hätten sie wohl gerne ;) Sind ja leider Eigentum des US Militärs

Bender_ 12. Okt 2010

Auch ihr seid Maschinen mit Rechten! Keine Volkzählung für künstliche Personen! Bender_


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy Z Flip - Hands on

Das Galaxy Z Flip ist Samsungs zweites Smartphone mit faltbarem Display - und besser gelungen als das Galaxy Fold.

Samsung Galaxy Z Flip - Hands on Video aufrufen
Nitropad im Test: Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt
Nitropad im Test
Ein sicherer Laptop, der im Alltag kaum nervt

Das Nitropad schützt vor Bios-Rootkits oder Evil-Maid-Angriffen. Dazu setzt es auf die freie Firmware Coreboot, die mit einem Nitrokey überprüft wird. Das ist im Alltag erstaunlich einfach, nur Updates werden etwas aufwendiger.
Ein Praxistest von Moritz Tremmel und Sebastian Grüner

  1. Nitropad X230 Nitrokey veröffentlicht abgesicherten Laptop
  2. LVFS Coreboot-Updates sollen nutzerfreundlich werden
  3. Linux-Laptop System 76 verkauft zwei Laptops mit Coreboot

Mythic Quest: Spielentwickler im Schniedelstress
Mythic Quest
Spielentwickler im Schniedelstress

Zweideutige Zweckentfremdung von Ingame-Extras, dazu Ärger mit Hackern und Onlinenazis: Die Apple-TV-Serie Mythic Quest bietet einen interessanten, allerdings nur stellenweise humorvollen Einblick in die Spielebrache.
Eine Rezension von Peter Steinlechner

  1. Apple TV TVOS 13 mit Mehrbenutzer-Option erschienen

Akkutechnik: In Zukunft kommen Akkus mit weniger seltenen Rohstoffen aus
Akkutechnik
In Zukunft kommen Akkus mit weniger seltenen Rohstoffen aus

In unserer Artikelserie zu Akku-FAQs geht es diesmal um bessere Akkus, um mehr Akkus und um Akkus ohne seltene Rohstoffe. Den Wunderakku, der alles kann, den gibt es leider nicht. Mit Energiespeichern ohne Akku beschäftigen wir uns später in Teil 2 dieses Artikels.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos BASF baut Kathodenfabrik in Brandenburg
  2. Joint Venture Panasonic und Toyota bauen prismatische Zellen für E-Autos
  3. Elektromobilität EU-Kommission genehmigt europäisches Batterieprojekt

    •  /