OpenJDK: Oracle und IBM arbeiten bei Java künftig zusammen
Unter dem Dach des Projekts OpenJDK soll künftig die zentrale Open-Source-Implementierung von Java entstehen. Das kündigten Oracle und IBM an(öffnet im neuen Fenster). Bislang hatte IBM das Apache Project Harmony unterstützt, das seinerseits an einer freien Java-Implementierung arbeitete. Allerdings verwehrten Sun und später Oracle dem Apache-Projekt Zugriff auf das Technology Compatibility Kit (TCK). Dieses ist notwendig, um eine Java-Implementierung auf Kompatibilität zu testen, wie es die Java-Lizenz vorsieht.
Da sich an dieser Situation nichts ändern wird, entschied IBM, dem Harmony-Projekt den Rücken zu kehren und seine Ressourcen in das einst von Sun gegründete Projekt OpenJDK zu stecken, so IBM-Vize Robert Sutor(öffnet im neuen Fenster). IBMs Engagement in Sachen OpenJDK soll keinesfalls nur locker ausfallen, vielmehr will IBM eine wesentliche Rolle spielen, wenn es um die künftige Entwicklung des Projekts geht. Dabei will IBM auch einige Ideen aus dem Projekt Harmony einbringen.
Für die Java-Spezifikation soll weiterhin der Java Community Process (JCP) zuständig sein, aber auch hier wollen Oracle und IBM künftig besser zusammenarbeiten. IBM geht davon aus, dass einige der lange angemahnten Veränderungen am JCP jetzt umgesetzt werden, um für mehr Demokratie, Transparenz und Offenheit zu sorgen.
IBM unterstützt darüber hinaus öffentlich die von Oracle vorgelegte Roadmap für das JDK 7 und 8.
In gewisser Weise stärkt IBM Oracle auch bei dessen Klage gegen Google wegen Android den Rücken. Google hatte in seiner Verteidigung Oracle dafür kritisiert, dass das Unternehmen dem Apache Project Harmony den Zugang zum TCK verwehrt.
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