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Servereinbruch: Leserdaten der Wochenzeitung Zeit gestohlen

Abonnenten der Zeit sind von einem Einbruch in zwei Kundendatenbanken der Wochenzeitung betroffen. Ein Teil der Daten ist auf Filesharingplattformen aufgetaucht.
/ Achim Sawall
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Ein Krimineller ist in einen Server des Zeitverlags eingebrochen und hat Kundendaten gestohlen. Das geht aus einer E-Mail hervor, die die Wochenzeitung an ihre Leser gesandt hat. "Die entwendeten Daten beinhalten Namen, Adresse und E-Mail unserer Kunden" , heißt es in der Leser-Benachrichtigung, die Golem.de vorliegt. Sofern der Kunde in seinem Profil auch die Kontonummer und Bankleitzahl hinterlegt hat, seien diese ebenfalls betroffen.

Unmittelbar nach Feststellung des Angriffs sei Anzeige erstattet und die Datenbank vor weiteren Zugriffen gesichert worden. Auch der zuständige Datenschutzbeauftragte sei informiert worden. "Wir bedauern den Vorfall natürlich sehr" , schreibt der Verlag seinen Lesern. "Seien Sie versichert, dass wir alles in unserer Macht Stehende unternehmen werden, um Ihnen Unannehmlichkeiten zu ersparen."

Zeit-Sprecherin Silvie Rundel sagte Golem.de, dass zwei Datenbanken betroffen waren. Aus dem "mehrere Jahre alten Aboshop" seien Namen und E-Mailadressen der Abonnenten gestohlen und auch auf Filesharingplattformen veröffentlicht worden. Aus dem Premiumbereich für E-Paper und Audio wurden die Daten der reinen Onlinenutzer abgegriffen, die auch ihre Bankverbindung angeben müssen. Hier seien "wenige tausend" betroffen, so Rundel.

Wie Golem.de aus informierten Kreisen erfuhr, sind die Kontodaten offenbar nicht im Internet veröffentlicht worden. Die Zeit-Sprecherin erklärte: "Nach unserem Kenntnisstand zu den Ermittlungen gehen wir davon aus, dass der mutmaßliche Täter die Premium-Daten bis zu seiner Festnahme nicht im Netz angeboten und weiterverbreitet hat."

[Die Zeit gehört wie Golem.de zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.]


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