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Flüssigkristalle: Zwitterionen für schnellere LCDs

Chemiker der Universität Vanderbilt haben eine neue Klasse von Flüssigkristallen entdeckt, mit denen sich möglicherweise schneller schaltende LCDs bauen lassen, die zudem mit geringerer Spannung auskommen.
/ Jens Ihlenfeld
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Die von Piotr Kaszynski und Bryan Ringstrand entwickelten Flüssigkristalle haben ein besonders hohes Dipolmoment, was dafür sorgt, dass eine vergleichsweise geringe Spannung ausreicht, um die Flüssigkristalle zur Arbeit zu bewegen. Zudem bedeutet ein hohes Dipolmoment auch schnelleres Schalten der Flüssigkristalle.

Die zum Patent angemeldeten Flüssigkristalle könnten so in LCDs für schnellere Schaltzeiten und geringere Leistungsaufnahme sorgen. Erste LCD-Hersteller haben bereits ihr Interesse angemeldet, so die Forscher. Noch aber muss das neue Material beweisen, dass es dem kommerziellen Einsatz in Sachen Haltbarkeit gewachsen ist.

Die neuen Flüssigkristalle verfügen über eine Zwitterionenstruktur. Das bedeutet, die Moleküle haben in Summe eine elektrische Ladung von Null, bestehen aber aus positiv und negativ geladenen Gruppen. Konkret ist es hier ein negativ geladener anorganischer Teil sowie ein positiv geladener organischer Teil.

Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten Kaszynski und Ringstrand in zwei(öffnet im neuen Fenster) Aufsätzen(öffnet im neuen Fenster) im Journal of Materials Chemistry.


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