Sicherheit

Fehler in Gnu Libc legt FTP-Server lahm

Angreifer können über einen Fehler in der Funktion Glob() in der C-Bibliothek Gnu Libc aus der Ferne FTP-Server lahmlegen. Der Fehler führt bei der Verarbeitung bestimmter Wildcard-Muster unter Umständen dazu, dass sich der Hauptspeicher unkontrolliert füllt und damit den Server verlangsamt oder abstürzen lässt.

Artikel veröffentlicht am , Alexander Syska

Die meisten FTP-Server unterstützen Globbing, etwa beim Suchbefehl Stat. Globbing bezeichnet das Suchen mit Platzhaltern, was dazu dient, beispielsweise nach allen Dateien mit der Endung .txt zu fahnden. Normalerweise begrenzt die Funktion GLOB_LIMIT den dafür zugewiesenen Speicher. Die Funktion greift jedoch nicht, wenn der Angreifer mehrere Verzeichnisse über Platzhalter angibt und nach einer nicht existierenden Datei sucht. Durch die manipulierte Suchanfrage kann der Hauptspeicher des Servers volllaufen und den Server schließlich zum Absturz bringen. FTP-Server, die anonyme Zugänge bieten, sind besonders gefährdet. Auch SFTP-Zugänge sind von dem Problem betroffen.

Stellenmarkt
  1. Mobile App Developer for Vibratory Hearing Systems (m/w)
    MED-EL Medical Electronics, Innsbruck (Österreich)
  2. IT-Mitarbeiter (m/w/d) Netzwerk- und Anwendungssupport
    VIVAVIS AG, Bochum
Detailsuche

Einige FTP-Programme bieten selbst die Option, das Globbing ein- oder auszuschalten. Die meisten jedoch greifen auf die Funktion über die Systembibliothek Gnu Libc zu, die entsprechend gepatcht werden muss.

Der Entdecker der DoS-Schwachstelle, Maksymilian Arciemowicz, gibt in seinem Dokument an, dass OpenBSD, NetBSD, FreeBSD, Oracle Sun Solaris 10 und die GNU Libc die Schwachstelle enthalten. Betroffen sind demnach auch die FTP-Server von Adobe, HP und Sun. Oracle hat die betroffene Solaris-Version mittlerweile repariert. Für OpenBSD und NetBSD liegen ebenfalls Patches bereit. Von anderen Distributionen, etwa Linux, gibt es noch keine Hinweise dazu, ob sie betroffen sind oder ob Patches bereitstehen.

Arciemowicz hatte die Schwachstelle bereits im November 2009 entdeckt, veröffentlichte sie aber erst jetzt - samt Exploit zu Demonstrationszwecken.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Clubhouse  
3,8 Milliarden Telefonnummern werden im Darknet verkauft

Die Telefonnummern und Kontakte aller Clubhouse-Konten werden wohl im Darknet angeboten. Nummern werden nach ihrer Wichtigkeit eingestuft.

Clubhouse: 3,8 Milliarden Telefonnummern werden im Darknet verkauft
Artikel
  1. iPhone 12: Youtuber findet Akkukapazität von Apples Magsafe-Pack heraus
    iPhone 12
    Youtuber findet Akkukapazität von Apples Magsafe-Pack heraus

    Ein Youtuber nimmt das Apple Magsafe-Akkupack auseinander. Im Video gibt er einen Einblick in die Technik und die Akkuladung des Produktes.

  2. Teilautonomes Fahren: Magna übernimmt Fahrerassistenz-Spezialisten Veoneer
    Teilautonomes Fahren
    Magna übernimmt Fahrerassistenz-Spezialisten Veoneer

    Für insgesamt 3,8 Milliarden US-Dollar will Magna International sein Geschäftsfeld autonome Fahrfunktionen ausbauen und übernimmt Veoneer.

  3. Elon Musk: Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad
    Elon Musk
    Tesla Model S bekommt ausschließlich Knight-Rider-Lenkrad

    Elon Musk hat klargestellt, dass es für das Model S und das Model X kein normales Lenkrad mehr geben wird. Das D-förmige Lenkrad ist Pflicht.

Der Shell-User 09. Okt 2010

Ich benutze das ganz gerne in der Shell, wenn ich weiss, dass eine bestimmte Datei...



  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • 30% auf Amazon Warehouse • LG 55NANO867NA 573,10€ • Fractal Design Meshify C Mini 69,90€ • Amazon: PC-Spiele von EA im Angebot (u. a. FIFA 21 19,99€) • Viewsonic VG2719-2K (WQHD, 99% sRGB) 217,99€ • Alternate (u. a. Fractal Design Define S2 106,89€) • Roccat Horde Aimo 49€ [Werbung]
    •  /