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Sandforce SF-2000: Controller für SSDs mit 6-GBit-SATA und 500 MByte/s

Der derzeit bei SSD-Controllern recht erfolgreiche Chiphersteller Sandforce hat mit dem SF-2000 seinen neuen Baustein angekündigt. Der Chip kann mit allen modernen Flash-Speichern umgehen, beherrscht Verschlüsselung und soll besonders schnell sein.
/ Nico Ernst
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SSD mit Sandforce-Controller
SSD mit Sandforce-Controller

Derzeit ist Sandforce mit den Bausteinen SF-1200 und SF-1500 recht erfolgreich, sie werden unter anderem von OCZ und Corsair verbaut. Die Geschwindigkeit der Controller und der Flash-Chips ist inzwischen so hoch, dass viele SSDs die Nettogrenze von rund 250 MByte pro Sekunde der SATA-Schnittstelle mit 3 Gigabit pro Sekunde schon erreichen. OCZ will deshalb gleich ein eigenes Interface entwickeln .

Mit dem SF-2000 setzt Sandforce aber auf das standardisierte 6-GBit-SATA, das bisher noch von wenigen Chipsätzen, namentlich einigen Modellen von AMD, unterstützt wird. Auf etlichen High-End-Boards gibt es aber Zusatzbausteine für die nächste SATA-Generation, Steckkarten stehen ebenfalls zur Verfügung – nur bei Notebooks setzt sich die schnelle Schnittstelle noch kaum durch.

Die Flash-Steuerung des SF-2000 soll bis zu 500 MByte/s schreibend und lesend bei kontinuierlichen Zugriffen erreichen. Die Zahl der Kanäle dafür – was die Zahl der nötigen Flash-Chips verraten würde – hat Sandforce noch nicht angegeben. Das Unternehmen will den Baustein erst auf der Messe Storage Networking World Exhibition in Dallas ab dem 11. Oktober 2010 vorstellen.

60.000 IOPS

Die Zahl der Operationen pro Sekunde (IOPS) gibt Sandforce mit kontinuierlich gehaltenen 60.000 an. Das wäre für einen einzelnen Controller für eine kompakte SSD ein neuer Rekord. Laut Sandforce ist der Baustein auch für Laufwerke in Standardformfaktoren vorgesehen, ein DRAM-Baustein – wie ihn Intel als Cache einsetzt – ist nicht nötig. Bis zu welchen Größen die SSDs damit möglich sind, behält Sandforce aber ebenfalls noch für sich.

Ausgehend von den Daten der nächsten Intel-SSDs dürfte aber auch der Sandforce-Controller für SSDs von einigen hundert Gigabyte geeignet sein, denn er unterstützt alle aktuellen Flash-Bauformen in 20 bis 30 Nanometer Strukturbreite. Die Schnittstellen der Speicher dürften unter anderem nach ONFI2, Toggle oder asynchron ausgeführt sein. AES-Verschlüsselung mit 128 oder 256 Bit Schlüssellänge beherrscht der SF-2000 ebenfalls.

Dazu kommt noch eine ECC-Fehlerkorrektur, die bis zu 55 falsche Bits in einem 512-KByte-Sektor erkennen soll. Bei den Sektorgrößen ist der Controller nicht auf diesen klassischen Wert festgelegt, bis zu 4 KByte dürfen die Einheiten groß sein. Weitere Angaben, etwa zum Preis und der Leistungsaufnahme, machte Sandforce noch nicht. Auch eine SSD mit diesem Controller ist noch nicht angekündigt, der Hersteller nennt den SF-2000 aber "verfügbar" , gibt allerdings nicht an, in welchen Stückzahlen der Chip schon geliefert wird.


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