Facebook verbessert: Mehr Kontrolle, Profildownload und privatere Gruppen
Die wichtigste der Neuerungen – die passend zum Start des kritischen Facebook-Films den Dienst verbessern – betrifft den Datenschutz des sozialen Netzwerks. In den Privatsphäreeinstellungen können Nutzer laut Mark Zuckerbergs Blogeintrag Giving You More Control(öffnet im neuen Fenster) bald genau sehen, welche Anwendungen auf welche Daten zugreifen und wann sie das zuletzt getan haben. Es ist dann möglich, die Einstellungen für einzelne Anwendungen zu verändern, etwa um ihr weniger oder gar keine persönlichen Daten zugänglich zu machen. Wie gehabt können Anwendungen auch komplett gelöscht werden.

Ebenfalls wichtig: Facebook bietet seinen Nutzern nun erstmals eine Möglichkeit, ihr gesamtes Profil zu sichern und auf ihren Rechner herunterzuladen. In der Archivdatei finden sich dann neben den Profilinformationen alle eigenen Einträge, Statusupdates, Fotos, Pinnwandeinträge von Kontakten und die Korrespondenz mit ihnen. Das Downloadarchiv kann künftig über die Kontoeinstellungen erstellt werden – und auch dazu genutzt werden, Facebook zu verlassen und zu einem anderen Dienst zu wechseln.

Anders als die bisher nur für US-Nutzer aktiven neuen Datenschutz- und Downloadoptionen stehen die überarbeiteten Facebook-Gruppen(öffnet im neuen Fenster) auch deutschen Nutzern zur Verfügung. Mit ihnen macht es Facebook seinen Nutzern einfacher, sich in geschlossenen Gemeinschaften privat auszutauschen. Jeder kann neue Gruppen ins Leben rufen, aber nicht jeder diesen betreten – zum einen ist eine Einladung eines anderen Gruppenmitglieds vonnöten, zum anderen die Gruppengröße auf 250 Teilnehmer beschränkt.

Bei neuen Einträgen, die nun auch per E-Mail gesendet werden können, werden die Gruppenmitglieder benachrichtigt. Außerdem ist nun auch ein Gruppenchat möglich. Die neuen Facebook-Gruppen(öffnet im neuen Fenster) grenzen sich damit stärker von Fanseiten ab. Sie machen es leichter, sich beispielsweise nur mit Familienmitgliedern, Kollegen oder mit nur an bestimmten Themen interessierten Kontakten auszutauschen, ohne dass andere dabei mitlesen.
Damit ist es dann auch nicht mehr nötig, zur getrennten Ansprache alle Kontakte beispielsweise als Freunde, Bekannte oder Kollegen zu klassifizieren. Wer diesen Weg wählt, um Leute getrennt über Facebook anzusprechen, kann das aber weiterhin tun.
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