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Cloud Computing: Steve Ballmer stimmt Deutschland auf die Wolke ein

Deutschland wird eine der führenden Nationen bei der Entwicklung und Anwendung von Cloud Computing. Das sagte Steve Ballmer vor Mitarbeitern in Microsofts Kölner Niederlassung. Bis 2013 will Microsoft 100 Millionen Euro in die Entwicklung und Umsetzung von Cloud-Services in Deutschland investieren.
/ Jörg Thoma
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Microsoft-Chef Steve Ballmer warb am Rande der vom Bitkom organisierten Cloud-Computing-Konferenz(öffnet im neuen Fenster) für das Cloud Computing: "Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen werden von der Cloud profitieren. Sie können innovative Businessapplikationen nutzen, ohne vorab viel Geld in die technische Infrastruktur investieren zu müssen."

Gegenwärtig investiere Microsoft weltweit etwa eine Milliarde US-Dollar in die Forschung und Entwicklung von Cloud-Services. "Ab 2012 werden mehr als 90 Prozent der Microsoft-Entwickler an Anwendungen und Technologien für die Cloud arbeiten", so Ballmer. Auf der Bitkom-Konferenz startete er zusammen mit Telekom-Chef René Obermann das neue Webportal cloud-practice.de(öffnet im neuen Fenster), das Deutschland auf die Cloud-Technologie vorbereiten soll.

Bitkom-Studie prognostiziert Wachstum

Die vom Bitkom beauftragte Experton Group stellte eine Studie vor(öffnet im neuen Fenster), die einen wachsenden Umsatz in der Cloud-Technologie in Deutschland von gegenwärtig 1,14 Milliarden auf 8,2 Milliarden Euro im Jahre 2015 voraussagt. Laut der Studie wird die Hälfte des Umsatzes durch Dienstleistungen erwirtschaftet und etwa ein Drittel durch Investitionen in die Infrastruktur generiert, etwa beim Ausbau von Rechenzentren. Weitere 2,6 Milliarden Euro werden Firmen bis 2015 für den Ausbau privater Clouds ausgeben. Zusätzliche Ausgaben werden auf Beratungsleistungen und weitere Dienste entfallen. Laut Experton Group werden die Ausgaben im Jahre 2015 für die virtuelle Technologie etwa 10 Prozent der gesamten IT-Ausgaben ausmachen.

Europa und insbesondere Deutschland halten sich gegenwärtig bei der Umsetzung der Cloud-Technologie noch zurück. Die Umstellung auf Cloud-Technologien geht mit einer tiefgreifenden Veränderung im Arbeitsmarkt einher. Traditionell interne IT-Infrastrukturen müssten nach außen verlagert werden. Eine weitere Studie der Marktforscher von PAC und EITO(öffnet im neuen Fenster) im Auftrag des Bitkom sieht gegenwärtig Application Management und Cloud Computing bereits als treibende Kraft hinter dem wachsenden Outsourcing-Markt. Allein bei den Energieversorgern soll das Outsourcing-Volumen bis 2014 um 20 Prozent steigen. Auch bei vielen mittelständischen Unternehmen sehen die Marktforscher einen Trend zur Auslagerung der IT-Sparte.

Trusted Cloud – Made in Germany

Die Bundesregierung sieht Aufklärungs- und Handlungsbedarf auch im Bereich Sicherheit in Cloud-Infrastrukturen. Laut einer anderen Studie haben mehr als 80 Prozent der deutschen Unternehmen mehr Vertrauen in ihre internen IT-Systeme als in Cloud-Lösungen. Das geht aus einem Strategiebericht(öffnet im neuen Fenster) zum Cloud Computing hervor, den Wirtschaftsminister Rainer Brüderle im Rahmen des von der Bundesregierung initiierten "Aktionsprogramms Cloud Computing" vorstellte. Hauptgründe sind Sicherheitsbedenken sowie die Sorge, die Kontrolle über Daten und Systeme zu verlieren.

Dem Misstrauen gegenüber der Cloud-Technologie in Deutschland will das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit einem verlässlichen Rechtsrahmen entgegentreten. Dabei stehen die Aspekte Datensicherheit, Datenschutz, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit im Vordergrund. Hier sieht Brüderle Deutschland auch als weltweiten Vorreiter in Sicherheitstechnologien für Clouds: Trusted Cloud – Made in Germany.


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