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Electrofluidic Display: Gamma Dynamics will E-Ink-Displays übertrumpfen

Die Firma Gamma Dynamics hat eine neue Generation von elektronischem Papier vorgestellt, die Displays wie den in vielen E-Book-Readern eingesetzten E-Ink-Displays deutlich überlegen sein soll. Die Technik von Gamma Dynamics soll schneller und heller sein, aber ebenfalls einen sehr geringen Stromverbrauch aufweisen.
/ Jens Ihlenfeld
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Gamma Dynamics stellt die an der Universität Cincinnati(öffnet im neuen Fenster) entwickelte Displaytechnik im Wissenschaftsjournal Applied Physics Letters(öffnet im neuen Fenster) vor. Das Electrofluidic Display ist für E-Book-Reader, Smartphones und Tablets gedacht. Die Technik kann Pigmente auf elektronische Weise schalten, so dass das Ergebnis konventionell gedruckten Medien entspricht, verspricht Jason Heikenfeld, Entwickler der Technik. Energie wird nur für die Schaltvorgänge benötigt, ähnlich wie bei den E-Ink-Displays.

Gegenüber den Displays von E-Ink, die in vielen E-Book-Readern einschließlich Amazons Kindle eingesetzt werden, sollen die Displays von Gamma Dynamics deutliche Vorteile bieten: Sie sollen Weiß zu 70 Prozent reflektieren und damit nah an echtes Papier heranreichen, das auf einen Reflexionswert von rund 80 Prozent kommt. Zudem sind die Schaltvorgänge deutlich schneller als bei E-Ink-Displays, so dass sich auch Videos flüssig darstellen lassen sollen.

Bereits seit zehn Jahren wird am Electrofluidic Display geforscht, doch bislang war eine Stromzufuhr notwendig, um die Anzeige eines Bildes aufrechtzuerhalten. Doch genau dieses Problem will Gamma Dynamics jetzt gelöst haben. Dabei werden farbig pigmentierte Flüssigkeiten zwischen der Vor- und Rückseite einer reflektiven Schicht bewegt. Der Raum über und unter dieser speziellen Schicht ist geometrisch ähnlich gestaltet, so dass die Flüssigkeit auf beiden Seiten verweilen kann, ohne dass eine Spannung angelegt wird.

Das Konzept selbst ist dabei nicht neu, der Fortschritt von Gamma Dynamics besteht darin, ein solches System nun auch herstellen zu können. Dies soll mit Geräten möglich sein, wie sie heute bei der Platinenherstellung eingesetzt werden. Dabei entspricht die Größe eines Pixels in etwa der Dicke eines menschlichen Haares.

Gamma Dynamics, eine Ausgründung der Universität Cincinnati, soll die Technik als exklusiver Lizenznehmer kommerzialisieren und in Unterhaltungselektronik bringen.


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