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Taliban: US-Militär sperrt Medal of Honor weiter aus

Es hat nichts genützt: Obwohl Electronic Arts darauf verzichtet, den Spieler im Multiplayermodus von Medal of Honor als Taliban antreten zu lassen, wird der Ego-Shooter nicht in den Läden des amerikanischen Militärs erhältlich sein.
/ Peter Steinlechner
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The Army & Air Force Exchange Service: So heißt die Einrichtung, die dafür sorgt, dass Angehörige der amerikanischen Armee so gut wie überall auf der Welt in mehr oder weniger großen, vom Militär betriebenen Supermärkten einkaufen können. Bei fast 1,5 Millionen aktiven Soldaten plus ihren Angehörigen erschließt sich dadurch eine große Zielgruppe – zu der Electronic Arts im Fall des Actionspiels Medal of Honor aber weiterhin keinen direkten Zugang bekommt.

Medal of Honor – Announce-Trailer
Medal of Honor – Announce-Trailer (00:59)

Das US-Militär will den Ego-Shooter nicht in sein Sortiment aufnehmen. Und das, obwohl Electronic Arts angekündigt hat, dass Spieler im Multiplayermodus nicht als Taliban antreten können – was ursprünglich geplant war, von EA lange Zeit vehement verteidigt und Anfang Oktober 2010 dann doch geändert wurde. Spieler treten auf virtuellen Schlachtfeldern in Afghanistan als anonyme "Opposing Force" an und nicht mehr als Mitglied der Taliban.

"Aus Respekt vor denen, die von den derzeit stattfindenden, als Spiel präsentierten Vorgängen in der echten Welt betroffen sind, wird Exchange dieses Produkt nicht führen" , so ein Militärsprecher zu Kotaku.com(öffnet im neuen Fenster) . Das Actionspiel soll am 14. Oktober 2010 für Xbox 360, Playstation 3 und Windows-PC erscheinen.


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