Onlive: Spielestreaming ohne Abokosten
Wahnsinnig viel ändert sich nicht bei Onlive : Seit der Streamingdienst für Computerspiele im August 2010 online ging, müssen Mitglieder nicht bezahlen – die Abokosten für das erste Jahr übernimmt offiziell der Onlive-Investor AT&T. Jetzt schreibt Unternehmenschef Steve Perlman in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) , das Geschäftsmodell sei überarbeitet worden, so dass die Kundschaft auch künftig ohne monatliche Grundgebühr daddeln darf. Das habe man eigentlich von Anfang an vorgehabt, wollte in der finanziell unsicheren Anfangsphase aber lieber auf Nummer sicher gehen. Onlive soll im Laufe des Jahres 2011 auch in Deutschland starten.

Spieler können also dauerhaft kostenlos den halbstündigen Demomodus der Games ausprobieren und ein paar weitere Funktionen nutzen. Wer längeren Zugriff auf ein Spiel wünscht, kann unter mehreren Angeboten wählen. Drei Tage Batman: Arkham Asylum beispielsweise kosten rund 5 US-Dollar, fünf Tage schlagen mit knapp 7 US-Dollar zu Buche und für grundsätzlich unbeschränkten Spielspaß sind knapp 40 US-Dollar fällig.
Mit Onlive sollen leistungshungrige Spiele selbst auf langsamen Notebooks laufen – und, vom Problem der Steuerung abgesehen, auch auf Smartphones oder Tablets. Das funktioniert, indem die eigentliche Berechnung etwa der Grafik auf leistungsstarken Servern von Onlive ausgeführt wird. Das Ergebnis wird stark komprimiert in einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln auf den Rechner des Nutzers geschickt, der dann – mit angeblich nicht spürbarem Lag – seine Eingaben vornimmt.