Mesa 7.9: Evergreen-Treiber und GLSL-Compiler
Der GLSL-Compiler von Intel wird nicht nur für dessen Grafikchipsätze verfügbar sein, sondern kann auch für andere Chipsatzarchitekturen verwendet werden. Intel hat den Compiler unter dem Namen GLSL2 ursprünglich als eigenständiges Programm geplant. Inzwischen ist dessen Code aber in das Mesa-Projekt integriert worden und funktioniert auch mit dem klassischen AMD-Treiber sowie einigen Treibern aus dem Nouveau-Projekt.
Von VMware stammt die Unterstützung für Multi-Sampling-Anti-Aliasing (MSAA) für die Gallium3D-Treiber. MSAA ist eine der Voraussetzungen für die Implementierung von OpenGL in Version 3.x. Mesa 7.9 bringt zwar schon einige Funktionen für OpenGL 3.x mit, bietet aber noch nicht dessen kompletten Funktionsumfang. Gegenwärtig ist OpenGL 2.1 Standard, die Arbeit an OpenGL 4.x hat noch nicht begonnen.
Jüngst wurde ein State-Tracker für Direct3D 10 und 11 in das Projekt eingepflegt. Weitere State-Tracker stehen für AMD-Grafikkarten mit den Radeon-Chipsätze der HD-5000-Reihe zur Verfügung. Zusätzlich wurden Treiber für die AMD-Chipsätzen R600 und R700 integriert, die die Entwickler aber als äußerst experimentell bezeichnen. Bereits seit einiger Zeit funktionieren Grafikkarten mit den Chipsätzen R300, R400 und R500 vollständig mit den Mesa- und Gallium3D-Treibern.
Für Grafikkarten mit Nvidia-Chipsätzen enthält Mesa bereits den freien Nouveau-Treiber, der zumindest 2D-Unterstützung bietet. Außerdem wurden erste Codeteile für den Sandy-Bridge-Treiber von Intel eingepflegt.
Der Quellcode der aktuellen Version liegt auf den Servern des Freedesktop-Projekts zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Im Quellcode sind auch die Release-Notes enthalten.
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