Costolo statt Williams

Twitter hat schon wieder einen neuen Chef

Twitter hat erneut seinen Vorstandschef ausgewechselt. Der neue kam vor einem Jahr von Google zu dem Mikrobloggingdienst.

Artikel veröffentlicht am ,
Dick Costolo
Dick Costolo

Twitter hat einen neuen Vorstandschef. Dick Costolo, der bislang als Chief Operating Officer das Tagesgeschäft verantwortete, wird nun auf den Chefposten wechseln, gab der Betreiber des Mikrobloggingdienstes bekannt.

Stellenmarkt
  1. Junior Produkt Manager Digital Business (m/w/d)
    MEDIENGRUPPE KLAMBT, Hamburg (Home-Office möglich)
  2. IT-Mitarbeiter Application MES (m/w/d)
    Craemer GmbH, Herzebrock-Clarholz
Detailsuche

Costolo hatte früher für den Internetkonzern Google gearbeitet. Der 47-Jährige tritt die Nachfolge des Twitter-Mitbegründers Evan Williams an, der sich künftig auf Produktstrategie konzentrieren will. Williams hatte selbst erst vor zwei Jahren den Gründer Jack Dorsey als Firmenchef abgelöst. "Etwas aufzubauen ist meine Leidenschaft", schrieb der 38-jährige Williams im Unternehmensblog, er habe Costolo gebeten, die Führung zu übernehmen.

Costolo erklärte, es sei in den letzten Wochen immer klarer geworden, dass Williams bei einem Unternehmen mit inzwischen 300 Mitarbeitern für die Produktstrategie gebraucht wurde. Williams war führend am kürzlich erfolgten Redesign von Twitter beteiligt. Twitter hat gegenwärtig 160 Millionen Nutzer und verzeichnete laut dem Reichweitenexperten Comscore im August 96 Millionen Unique Visitors und 130 Millionen Suchanfragen.

Costolo ist erst seit September 2009 bei Twitter, wo er verschiedene Werbekampagnen verantwortete. Der frühere Managementberater war bei Google Produktmanager für Anzeigenkampagnen.

Golem Akademie
  1. Jira für Systemadministratoren: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Williams und Costolo haben beide in der Vergangenheit schon Firmen aufgebaut, um sie dann an Google zu verkaufen. Williams verkaufte Blogger im Jahr 2003 an den Internetkonzern. Costolo reichte 2007 Feedburner an Google weiter.

Twitter baut gegenwärtig sein Anzeigengeschäft auf und hat dafür Experten von Google, Facebook und anderen Internetunternehmen engagiert. Große Firmen wie Coca-Cola, Virgin America und Verizon Wireless experimentieren derzeit mit Anzeigenkampagnen bei Twitter. Offenbar mit gutem Erfolg: Laut Costolo reagieren fünf Prozent der Twitter-Nutzer auf Werbeanzeigen.

Im April 2010 stellte Twitter sein lang angekündigtes Konzept für Onlinewerbung Promoted Tweets vor. Wenn Twitterer nach Begriffen suchen, soll die Werbung künftig ganz oben eingeblendet werden. Unternehmen müssen dazu wie bei Suchmaschinenwerbung Keywords kaufen. Später will der Betreiber auch Werbeeinblendungen in der Liste der getwitterten Beiträge zulassen, auch wenn der Nutzer einem Werbetreibenden nicht folgt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Corona-Warn-App
Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro

Die Bundesregierung hat für die Corona-Warn-App bisher mehr als 130 Millionen Euro ausgegeben. Derzeit gibt es besonders viele rote Warnungen.

Corona-Warn-App: Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro
Artikel
  1. Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
    Activision Blizzard
    Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

    Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
    Eine Analyse von Peter Steinlechner

  2. Dice: Update-Roadmap für Battlefield 2042 vorgestellt
    Dice
    Update-Roadmap für Battlefield 2042 vorgestellt

    Ob das reicht? Das Entwicklerstudio Dice hat seine Pläne für Battlefield 2042 vorgestellt. Der Shooter hat extrem niedrige Spielerzahlen.

  3. Glasfaser in Freiburg: Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter
    Glasfaser in Freiburg
    Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter

    Um Bauwurzeln zu schonen, sollte die Telekom in Freiburg Glasfaser im Zickzack ausbauen. Das dortige Tiefbauamt lehnte den Plan des Gartenbauamtes aber ab.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED 55" 120Hz 999€ • MindStar (u.a. NZXT WaKü 129€, GTX 1660 499€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • HP Omen Gaming-Stuhl 319€ • Sony Pulse 3D Wireless PS5 Headset 79,99€ • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ [Werbung]
    •  /