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False Start: Google plant schwarze Liste

Google hat eine weitere Technik vorgestellt, um das Web schneller zu machen. False Start soll den Aufbau verschlüsselter Verbindungen verkürzen, ohne dass es dazu Änderungen auf Serverseite bedarf. Das gilt aber nicht für alle Websites, einige sollen auf eine schwarze Liste gesetzt werden.
/ Jens Ihlenfeld
36 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Bereits im Juni 2010 haben einige Google-Entwickler ihren Entwurf von False Start(öffnet im neuen Fenster) bei der TLS Working Group der IETF eingereicht. Darin definieren sie ein alternatives Verhalten für das TLS-Protokoll (Transport Layer Security). Durch Veränderungen am Timing soll beim Verbindungsaufbau ein Round-Trip eingespart werden, bei langsamen Verbindungen soll das 70 bis 150 Millisekunden beim Verbindungsaufbau ausmachen, so Google.

Änderungen sind dazu nur auf Browserseite notwendig, wären da nicht einige Webseiten, die aus dem Rahmen fallen und einen alten Workaround benötigen. Diese müssten an die bestehenden Standards angepasst werden, um auch mit False Start zu funktionieren.

Laut Google sind rund 0,05 Prozent aller Websites von dem Problem betroffen. Um zu verhindern, dass Nutzer, deren Browser False Start unterstützt, nicht mehr auf diese Websites zugreifen können, plant Google die Einrichtung einer schwarzen Liste, schreibt der False-Start-Entwickler Adam Langley in einem persönlichen Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster), der später im offiziellen Chromium-Blog erscheinen soll. Für Websites auf der Liste soll False Start keine Anwendung finden.

Chrome wird False Start vermutlich bald unterstützen, denn der Browser sieht bereits einen Kommandozeilenschalter(öffnet im neuen Fenster) vor, mit dem sich False Start abschalten lässt.


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