Neofonie: Hoffer von Ankershoffen gibt anonyme Rezensionen zu
Hoffer von Ankershoffen und seine Frau hatten unter den Pseudonymen Peter Glaser und Claudia Kaden positive Bewertungen zu dem umstrittenen Tablet WeTab abgegeben. Beide gaben dem Tablet fünf Sterne. Der vermeintliche Peter Glaser schrieb dazu: "Ich muss meine vorige Rezension korrigieren: Das WeTab ist nicht gut sondern sehr sehr gut." und "Hab gerade in Facebook Farmville gespielt, macht richtig Spass auf nem TouchScreen." Zusammengefasst schrieb Hoffer von Ankershoffen alias Peter Glaser: "Insgesamt macht das WeTab einen sehr sehr guten Eindruck. Ich kann das Teil nur empfehlen und warte sehr gespannt auf die Android App Unterstützung!"

Seine Frau Sandra alias Claudia Kaden schrieb: "ich bin kein Techniker wie die anderen hier, aber ich finde das WeTab sehr schön und genau wie ich es mir vorgestellt habe." Sie finde "Die "Daumen-Navigation" (heisst das so?) praktisch" und "Den Lüfter hör ich überhaupt nicht, springt nur ganz selten an, prima."

Auf den Facebook-Seiten entbrannte daraufhin eine Diskussion, ob die Rezensionen unter Pseudonymen verfasst gewesen sein könnten, denn über die Wunschzettel der beiden Rezensenten ließen sich die echten Namen der beiden zurückverfolgen. Sie hatten es versäumt, in den Community-Einstellungen ihre Wunschzettel über die Option "Privat" vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Der Blogger Richard Gutjahr(öffnet im neuen Fenster) machte daraufhin Screenshots der Wunschzettel. Die Rezensionen waren mittlerweile gelöscht worden. Auch im Golem.de-Forum wurden die Rezensionen diskutiert. Bis dahin war noch nicht klar, ob die beiden Wunschzettel Hoffer von Ankershoffen und seiner Frau nicht untergeschoben wurden – denn auch die Klarnamen lassen sich dort einfach umändern.
In der Pressemitteilung, die die Verwirrung beendete, sagte Hoffer von Ankershoffen: "Die beiden fraglichen Rezensionen auf Amazon habe ich privat verfasst ohne mich mit der übrigen Geschäftsführung oder unserer Kommunikationsabteilung abzustimmen." Inhaltlich stehe er nach wie vor hinter dem, was er dort geschrieben habe. Ein Fehler sei es gewesen, nicht seinen eigenen Namen zu verwenden. "Dafür möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen!"
Wegen der anhaltenden Diskussion um seine Person in der Öffentlichkeit habe er sich entschieden, seine Position als Geschäftsführer der WeTab GmbH "bis auf weiteres ruhen zu lassen." Die Vertretung nach außen werde weiterhin Tore Meyer übernehmen. Meyer ist Chef der Münchner Firma 4tiitoo und zweiter Geschäftsführer der WeTab GmbH, eines Joint Ventures zwischen seiner Firma und Neofonie. Die beiden Firmen bleiben gleichberechtigte Partner.