Free Software Foundation

25 Jahre "Extremisten"

Die ersten einheitlichen Lizenzen zum Schutz freier Software sind ihr zu verdanken und die Idee, dass Anwender mit ihrem Computer machen können sollen, was sie wollen. Seit 25 Jahren gibt es die Free Software Foundation. Doch auch unter Verfechtern freier Software hat sie nicht nur Freunde.

Artikel veröffentlicht am ,
Richard Stallman (Foto: Gisle Hannemyr)
Richard Stallman (Foto: Gisle Hannemyr)

Richard Stallman gründete die Free Software Foundation am 4. Oktober 1985, um die Entwicklung des damals neuen GNU-Projekts (GNUs not Unix) finanziell zu fördern. Die Organisation veröffentlichte im Laufe der Zeit drei Lizenzen, um freie Software zu schützen: die GPL, die in der Version 3 im Juni 2007 veröffentlicht wurde. Daneben stammen auch die LGPL (GNU Lesser General Public License) und die AGPL (GNU Affero General Public License) von der FSF. Außerdem hat die FSF die GNU Free Documentation License (GFDL) für Dokumentationen erarbeitet. Die Lizenzen sind auch unter dem Namen Copyleft bekannt, das die uneingeschränkte Nutzung und Weitergabe sowie Veränderung eines Urwerks garantiert. Copyleft nutzt das Urheberrecht, um die Vereinnahmung durch unfreie Software zu verhindern.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d) Datenanalyse / Epidemiologie
    Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim
  2. Consultant Real Estate ERP Systeme (m/w/d) für die Bestandskundenbetreuung
    Haufe Group, deutschlandweit
Detailsuche

Gegenwärtig konzentriert sich die FSF auf Kampagnen, um dem Benutzer Freiheiten bei der Verwendung seines Computers zu ermöglichen. Neben der Unterstützung für freie Software wandte sich die FSF auch gegen Digital Rights Management (DRM), was sie als "Zerstörung der digitalen Zukunft" bezeichnet. Außerdem kämpft die FSF gegen Softwarepatente.

Streitbarer Präsident

Richard Stallman ist seit seiner Gründung der streitbare Präsident der gemeinnützigen Organisation. Zu den Mitgliedern der amerikanischen FSF gehören unter anderem Hal Abelson und Gerald Jay Sussman, Mathematikprofessoren am Massachusetts Institute of Technology und Bradley Kuhn. Ehemaliges Mitglied ist der Entwickler Miguel de Icaza, der unter anderem den Midnight Commander für Linux entwickelt hat und gegenwärtig das Mono-Projekt leitet.

Stallman und die FSF ecken mit ihrer rigiden Haltung immer wieder an - auch in der Open-Source-Gemeinschaft. Linus Torvalds sagte kürzlich, er wolle nicht mit freier Software in Verbindung gebracht werden - in der Organisation seien "Extremisten".

Der Ableger Free Software Foundation Europe und ihr Präsident Karsten Gerloff beschäftigen sich seit März 2001 mit den Belangen der Organisation in Europa und erhielten im Jahre 2010 die Theodor-Heuss-Medaille für ihr vorbildliches demokratisches Verhalten. Die Free Software Foundation Europe ist unter anderem Mitorganisator der jährlichen Demonstration "Freiheit statt Angst".

Das von der FSF getragene GNU-Projekt ist noch etwas älter und feiert 2008 seinen 25. Geburtstag.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


cpt.dirk 18. Sep 2019

Wenn Linus Torvalds für dich ein Vollhonk ist, dann erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

Der Kaiser! 22. Feb 2012

Bist du ein Klopps.. <.<

Der Kaiser! 22. Feb 2012

Oft genug ist es das schon.

Der Kaiser! 22. Feb 2012

Gestern trampelte der Mann auf der Frau herum. Heute ist es umgekehrt. Auf Augenhöhe...

0o9i8u7z 05. Okt 2010

Die FSF sorgt (je nach finanzieller Lage sogar kostenfrei), dass deine Software die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Carvera
CNC-Fräse für den Tisch wechselt Aufsätze selbstständig

Die Carvera ist eine CNC-Maschine und Drehbank für Hobbybastler. Das System wechselt Aufsätze selbstständig, ist aber nicht günstig.

Carvera: CNC-Fräse für den Tisch wechselt Aufsätze selbstständig
Artikel
  1. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade  
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

  2. Zensurvorwürfe: Will Xiaomi vor allem Porno-Werbung filtern?
    Zensurvorwürfe
    Will Xiaomi vor allem Porno-Werbung filtern?

    Warum laden Xiaomi-Smartphones Wörterlisten mit politischen Begriffen herunter? Möglicherweise soll damit auch explizite Werbung gefiltert werden.

  3. Bundestagswahl 2021: Technik allein wird es nicht richten
    Bundestagswahl 2021
    Technik allein wird es nicht richten

    Die bürgerlichen Parteien setzen beim Klimaschutz auf Emissionshandel und technische Lösungen. Reicht das, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen?
    Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /