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DB Research

Die Digitalisierung setzt die Verlagsbranche unter Druck

Apps, E-Books und Social-Media-Anbieter - die Verlagsbranche muss sich angesichts der Digitalisierung bewegen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Forschungsabteilung der Deutschen Bank. Ihr zufolge ist aber das Ende für traditionelle Druckerzeugnisse noch lange nicht gekommen.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

In dieser Woche beginnt die Frankfurter Buchmesse. Elektronische Bücher - E-Books - werden auch in diesem Herbst wieder ein Trendsetter sein. Zwar bewegen sich die Umsätze mit den elektronischen Büchern noch in einem sehr überschaubaren Rahmen. Aber, so die Autoren einer aktuellen Studie der DB Research, die Wachstumschancen stehen in diesem Segment außerordentlich gut. Die Forscher gehen davon aus, dass der Marktanteil von E-Books in Deutschland von gegenwärtig einigen Promille bis 2020 einen "hohen einstelligen Prozentbereich" erreicht haben wird.

Inhalt:
  1. DB Research: Die Digitalisierung setzt die Verlagsbranche unter Druck
  2. Buchverlage stehen besser da

Unter dem Titel "Verlage im Umbruch: Digitalisierung mischt Karten neu" fassen die Autoren auf 16 Seiten kurz und knapp zusammen, welche Trends in den kommenden Jahren das Geschäft der Verlage bestimmen werden. Dabei zeichnen sie ein zwiespältiges Bild.

Presseverlage müssen Mehrwert bieten

Auf der einen Seite prognostizieren die Autoren einen weiteren Bedeutungsverlust von Tageszeitungen sowohl als Leitmedien als auch als Werbeträger. Dafür machen sie neben der zunehmenden Bedeutung des Internets - Abwanderung des Werbegeschäfts und verändertes Mediennutzungsverhalten - unter anderem auch demografische Faktoren verantwortlich. Der Bedeutungsverlust begünstigt eine zunehmende Konzentration im Verlagswesen, da größere Verlage strukturelle Kostenvorteile bei der Vermarktung journalistischer Inhalte haben.

Durch geeignete Strategien könnten Zeitungs- und Zeitschriftenverlage aber auch von den Chancen der Digitalisierung profitieren. Zwar sei bei den meisten Onlinelesern die Bereitschaft, "für digital publizierte Inhalte zu bezahlen..., bislang nicht ausgeprägt". Die Zahlungsbereitschaft ließe sich aber steigern, "wenn die digitalen Inhalte nicht allein für die Nutzung von stationären Computer, sondern ebenfalls für mobile Endgeräte... aufbereitet sind". Die Verlage sollten daher ihre Inhalte beispielsweise über kostenpflichtige Apps für unterschiedliche Lesegeräte und auch Smartphones anbieten. Zudem sollten die Verlage ihre Inhalte durch "exklusive Hintergrundinformationen" ergänzen, um den Lesern attraktiven Mehrwert zu bieten.

Öffentlich-rechtliche Konkurrenz?

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Ob das viel nützt, hängt laut den Autoren des Berichts allerdings "von der Strategie der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten" ab, so steht es in aller Deutlichkeit in einer Fußnote. Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender in Form von Mediatheken kostenlose Hintergrundinformationen anbieten würden, würde das "die Chance der Verlagshäuser, für ihre Inhalte ein Entgelt durchsetzen zu können", schmälern. Die gebührenfinanzierten, journalistischen Angebote der Sender stellen in ihren Augen eine direkte Konkurrenz für die privaten Verlage dar.

Buchverlage stehen besser da 
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M_Kessel 06. Okt 2010

Das muß man sich auf der Zuunge zergehen lassen: Eine Bank, per Definition eines der...

gxlxlgxlgxlhxlgx 05. Okt 2010

Wenn Autoren nicht so dumm wären, sich abzocken zu lassen. Die würden die kohle per...

Pisas lauern... 04. Okt 2010

Du bist ja auch angemeldet. Du hast das Pisa-Captcha bezwungen und die Anmeldung...

Kein Experte 04. Okt 2010

Wow dass muss man den Experten lassen. Die müssen echt bescheid wissen. Wenn man mich...

Der Untergang 04. Okt 2010

Der Verlagsbranche - jedenfalls wenn sie sich nicht bewegt...


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