Fedora: Entwickler plädiert für bessere Cloud-Anbindung
McGrath warnt davor(öffnet im neuen Fenster), die Entwicklung von Software in der Cloud zu verschlafen. Gegenwärtig sei Google dabei, mit seinen Webapplikationen jeden hinter sich zu lassen. Nur eine Handvoll Menschen lehne Clouds ab, so McGrath, viele liebten sie bereits oder würden das künftig tun, ohne es jetzt schon zu wissen. Gegenwärtig könne freie Software aber nicht mit den Webapplikationen von Google konkurrieren.
Javascript habe in den letzten zwei Jahren enorme Fortschritte gemacht und HTML5 biete bereits interessante Funktionen wie lokale Datenbanken, Canvas-Funktionen oder integriertes SVG, so McGrath. Für ihn ist der klassische Desktop passé. Firmen migrieren ihre Anwendungen bereits in die Cloud, Frontends sollten auch aus freier Software bestehen.
Zunächst schlägt McGrath vor, mehr in Fedorahosted zu investieren und die Plattform mit einer ähnlichen Struktur zu versehen, wie sie die Apache-Foundation bereits verwendet. Innerhalb dieser Infrastruktur sollen Werkzeuge bereitgestellt werden, mit denen Entwickler schnell und problemlos Webanwendungen erstellen können. Der beste Plan sei, Google nicht direkt anzugehen, sondern eine Infrastruktur zu schaffen, so dass viele Google ein klein wenig angehen könnten.
McGrath ist nicht der einzige, der für eine Umstellung auf webbasierte Technologien plädiert: Auch Gnome-Entwickler Luis Villa schlug vor, statt auf GTK+ auf HTML, CSS und Javascript umzusatteln. Die Integration des Desktops ins Web erfordere auch eine Neuorientierung, sonst liefen klassische Desktopumgebungen wie Gnome Gefahr, langfristig obsolet zu werden.
Mit Seedkit haben Gnome-Entwickler bereits eine erste Version eines Frameworks veröffentlicht, das APIs für die Integration von HTML-, CSS- und Javascript-Anwendungen in den Gnome-Desktop bietet.
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