Abo
  • Services:

Privatadressen

Einwohnermeldeämter verkaufen an Datenhändler

Datenhändler kaufen Adressen im Tausenderpaket bei deutschen Bürgerämtern ein. Das amtliche öffentliche Verzeichnis der Einwohnermeldeämter steht dafür offen. Pro Datensatz nehmen die Behörden 5 bis 15 Euro.

Artikel veröffentlicht am ,
Berliner Bürgeramt
Berliner Bürgeramt

Die Einwohnermeldeämter verkaufen Privatadressen auch an Datenhändler. Das berichtet das ZDF-Wirtschaftsmagazin Wiso unter Berufung auf die Behörde. "Es kommt schon vor, dass mit einer Anfrage 1.000 Adressen vermittelt werden", sagte Klaudia Zurth, Abteilungsleiterin im Bürgeramt Berlin, zu Wiso.

Stellenmarkt
  1. i-SOLUTIONS Health GmbH, Mannheim
  2. DIRINGER & SCHEIDEL GmbH & Co. BETEILIGUNGS KG, Mannheim

Der Zugriff auf die Bürgerdaten ist gebührenpflichtig, die Preise sind bundesweit uneinheitlich: Das Bürgeramt Berlin kassiert fünf Euro pro Adresse, in München liegt der Preis pro Adressdatensatz bei 15 Euro. Der Eintrag in das amtliche öffentliche Verzeichnis unterliegt in Deutschland der Meldepflicht und beinhaltet Namen, Staatsangehörigkeit, Religionsgemeinschaft, gegenwärtige und frühere Adresse, Familienstand und Kinder.

Bundesdatenschützer Peter Schaar hat gegenüber Wiso den Handel mit Bürgerdaten kritisiert: "Im Internetzeitalter hat das eine neue Qualität gewonnen. Diese Daten werden verwendet, um Profile zu aktualisieren, um den Adresshandel gegebenenfalls noch effizienter und noch ertragreicher zu gestalten." Das Bundesinnenministerium kündigte gegenüber Wiso an, zu prüfen, ob Melderegisterauskünfte "neu austariert werden müssen". Das Unternehmen Euro-Pro Gesellschaft für Data Processing aus Grävenwiesbach hat dem Magazin erklärt, von Meldeämtern Adressen bekommen zu haben. Die Firma bietet Bonitätsprüfungen für Privatpersonen und Firmen an.

Im Juni 2008 waren bereits durch ein Datenleck beim Behördensoftwarehersteller HSH Daten der Einwohnermeldeämter in 200 Kommunen über das Internet frei zugänglich. Wer eine Mausbewegung über einen Link zu einer Demoversion einer Onlineauskunft machte, erhielt den voreingestellten Benutzernamen und das Passwort für die Datenbank. Wurden mit der Installation das Auslieferungspasswort und der Benutzername vom Betreiber nicht geändert, war es möglich, auf das Informationsregister zuzugreifen und Einwohnerdaten zu lesen. Von den 40 Betreibern des Informationsregisters waren einige betroffen, räumte der Hersteller ein.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. für 2€ (nur für Neukunden)
  2. 34,99€ (erscheint am 14.02.)
  3. (u. a. Life is Strange Complete Season 3,99€, Deus Ex: Mankind Divided 4,49€)

Dr. Oll 09. Okt 2010

Hi :-) Reichlich späte Antwort meinerseits, Kredo!!! Wahrscheinlich wirst Du sie nie...

MRRG 06. Okt 2010

Nur um Dir auf die Sprünge zu helfen, wer sein richtiges Geburtsdatum bei Fleurop und...

der Eddie... 05. Okt 2010

Ich zitiere mal Seite zwei vom NRW-Formular: "Nach der Meldedatenübermittlungsverordnung...

ManInTheMiddle 05. Okt 2010

Hier ist ein Formular für NRW. Schau es Dir mal an: http://www.optoutday.de/wp-content...

fire666 05. Okt 2010

Familienpolitik, da gehts gerade weiter. Als unverheirateter Vater eines Kindes werde ich...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy Watch Active - Hands on

Samsungs neue Smartwatch Galaxy Watch Active richtet sich an sportliche Nutzer. Auf eine drehbare Lünette wie bei den vorigen Modellen müssen Käufer aber verzichten.

Samsung Galaxy Watch Active - Hands on Video aufrufen
Honor View 20 im Test: Schluss mit der Wiederverwertung
Honor View 20 im Test
Schluss mit der Wiederverwertung

Mit dem View 20 weicht Huawei mit seiner Tochterfirma Honor vom bisherigen Konzept ab, altgediente Komponenten einfach neu zu verpacken: Das Smartphone hat nicht nur erstmals eine Frontkamera im Display, sondern auch eine hervorragende neue Hauptkamera, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huawei Honor View 20 mit 48-Megapixel-Kamera kostet ab 570 Euro
  2. Huawei Honor 10 Lite mit kleiner Notch kostet 250 Euro
  3. Huawei Honor View 20 hat die Frontkamera im Display

EU-Urheberrecht: Die verdorbene Reform
EU-Urheberrecht
Die verdorbene Reform

Mit dem Verhandlungsergebnis zur EU-Urheberrechtsrichtlinie ist eigentlich niemand zufrieden. Die Einführung von Leistungsschutzrecht und Uploadfiltern sollte daher komplett gestoppt werden.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform
  2. Uploadfilter EU-Kommission bezeichnet Reformkritiker als "Mob"
  3. Leistungsschutzrecht und Uploadfilter EU-Unterhändler einigen sich auf Urheberrechtsreform

Honor Magic 2 im Test: Die Smartphone-Revolution ist aufgeschoben
Honor Magic 2 im Test
Die Smartphone-Revolution ist aufgeschoben

Ein Smartphone, dessen vordere Seite vollständig vom Display ausgefüllt wird: Diesem Ideal kommt Honor mit dem Magic 2 schon ziemlich nahe. Nicht mit Magie, sondern mit Hilfe eines Slider-Mechanismus. Honor verschenkt beim Magic 2 aber viel Potenzial, wie der Test zeigt.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Honor Neues Magic 2 mit Slider und ohne Notch vorgestellt
  2. Huawei Neues Honor 8X kostet 250 Euro
  3. Honor 10 vs. Oneplus 6 Oberklasse ab 400 Euro

    •  /