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Ubuntu: Release Candidate mit neuer Schriftart

Canonical hat den einzigen Release Candidate von Ubuntu 10.10 veröffentlicht. Die Vorabversion enthält die neue Schriftart Ubuntu, die speziell für Linux-Distributionen entworfen wurde. Zusätzlich bringt Ubuntu ein überarbeitetes Design und einen flinkeren Installer mit.
/ Jörg Thoma
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Canonical hat den einzigen Release Candidate der bevorstehenden Version 10.10 von Ubuntu freigegeben. Darin ist die neue Schriftart enthalten, die den gleichen Namen trägt wie die Linux-Distribution – Ubuntu. Die Schriftart wurde im Auftrag von Canonical entwickelt und ist unter eine vorläufige freie Lizenz gestellt. Sie soll nach und nach sämtliche internationale Schriftzeichen enthalten. Es handelt sich dabei um eine Open-Type-TTF-Schriftart, die unicodekompatibel ist. Die gegenwärtig enthaltenen Schriftzeichen kommen aus der Latin-A- und -B-Sammlung und wurden bereits um kyrillische, griechische sowie polytonische Zeichen ergänzt.

Ubuntu 10.10 hat auch eine überarbeitete Benutzeroberfläche. Das Lautstärke-Applet bietet Schaltflächen für die Wiedergabesteuerung von Audioprogrammen. Zudem haben die Entwickler ein neues Theme sowie einen neuen Desktophintergrund und einen aktualisierten Startbildschirm integriert. Der Startvorgang wurde beschleunigt.

Ubuntu-Online-Dienste

Das aktualisierte Softwarecenter bietet die Ansichten Neuigkeiten und Empfehlungen und zeigt weitere Details zur angebotenen Software. Zudem speichert das Softwarecenter getätigte Downloads und Einkäufe, die später auf anderen Systemen installiert werden können.

Den Photo-Editor F-Spot haben die Entwickler durch Shotwell ersetzt. Außerdem liegt die PIM-Software Evolution in Version 2.30.3 bei, die schneller sein soll als die Vorgänger. Gnome wurde in der aktuellen Version 2.32.o integriert. Die Chatanwendung Gwibber wurde an die neue Version von Twitter angepasst.

Der Zugang zu Canonicals Onlinedienst Ubuntu One soll ebenfalls verbessert worden sein. Der Dateibrowser Nautilus soll Dateien schneller synchronisieren können. Zudem soll der Dienst das Teilen von Links zu Canonicals neuem Music Store ermöglichen. Die Entwickler arbeiten auch an der Möglichkeit, Musik, die online in Ubuntu One gespeichert wurde, auf mobile Geräte zu streamen. Eine entsprechende App existiert bereits in einer Betaversion.

Unity für Netbooks

Die Netbook-Ausgabe bringt den Unity-Desktop als Standard mit, der allerdings grafische Hardwarebeschleunigung benötigt. Der Anwender wird gewarnt, wenn sie nicht vorhanden ist und kann dann die normale Benutzeroberfläche verwenden. Für die Netbook-Variante liegt auch eine angepasste Version der PIM-Software Evolution vor – Evolution Express.

Die Entwickler bezeichnen den Release Candidate als stabil, er soll zum Testen für jedermann geeignet sein. Die noch vorhandenen Bugs wurden auf einer Webseite veröffentlicht. Der Release Candidate steht in zahlreichen Ubuntu-Varianten zum Download bereit(öffnet im neuen Fenster) , darunter Kubuntu oder Xubuntu; es gibt auch eine Variante für ARM-Geräte. Der Erscheinungstermin für die finale Version ist der 10. Oktober 2010.


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