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Microsoft: Windows 7 Family Pack kommt, Windows XP geht nur langsam

Ein Jahr nach dem Marktstart legt Microsoft das Family Pack von Windows 7 wieder auf und beendet gleichzeitig den Verkauf von Windows XP. Der Marktanteil des fast ein Jahrzehnt alten Betriebssystems ist allerdings immer noch sehr hoch.
/ Andreas Sebayang
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Ab dem 22. Oktober 2010 will Microsoft den Verkauf von Windows XP offiziell einstellen und gleichzeitig das Family Pack für Windows 7 neu auflegen. In Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz soll das Paket verkauft werden. Das Family Pack erlaubt es dem Besitzer der Lizenz, im Heimbereich bis zu drei Rechner mit Windows 7 Home auszustatten, vorausgesetzt Windows XP oder Windows Vista sind schon installiert. Zuletzt bot Microsoft das Family Pack als Upgrade-Lizenz zum Verkaufsstart von Windows 7 an und meldete im Dezember 2009 den erfolgreichen Abverkauf der begrenzten Lizenzen.

In den USA hat der Verkauf des Family Packs in der zweiten Auflage, wie angekündigt, bereits begonnen(öffnet im neuen Fenster). Wie im Jahr zuvor soll auch dieses Mal das Family Pack kontingentiert werden. Dort bezahlen Interessenten rund 150 US-Dollar (netto) für ein Drei-Lizenz-Paket. Microsoft Deutschland hat sich zu dem Preis noch nicht geäußert. Vergangenes Jahr lag der Preis bei rund 150 Euro (brutto). Microsoft will damit zum Weihnachtsverkauf noch einmal die Verkaufszahlen erhöhen und bietet zum wegfallenden Windows XP nun eine günstige Alternative im Heimbereich an.

Der Marktanteil des 2001 erschienenen Windows XP ist noch immer recht hoch, trotz der Veröffentlichung von Windows 7 vor einem Jahr und vermutlich wegen der Veröffentlichung von Windows Vista vor rund vier Jahren. Vista leidet weiterhin unter einem schlechten Ruf, was viele XP-Nutzer von einem Update abgehalten hat.

Rund zwei Drittel der Windows-Nutzer sollen es sein, die noch auf XP setzen, so Conceivablytech(öffnet im neuen Fenster). Wir konnten die Zahl durch eine uns vorliegende Statistik einer Webseite mit weltweiter Zielgruppe grob nachvollziehen. Conceivablytech zufolge sinkt der Marktanteil von Windows XP nur um rund einen Prozentpunkt pro Monat. Zusätzlich verliert auch Windows Vista (15 Prozent) Marktanteile, hier ist der Wechselwillen auf Windows 7 (20 Prozent) offenbar sehr hoch.

Solche Statistiken hängen stark von der Zielgruppe und Region ab, die erfasst wird. Bei Golem.de ist der Windows-XP-Anteil deutlich geringer: Allerdings liegt Windows XP bei uns trotzdem auf Platz 1 der Windows-Nutzer. Rund 45 Prozent sind es derzeit. Knapp dahinter und vermutlich kurz davor, Windows XP zu überholen, ist Windows 7 mit rund 42 Prozent. Abgeschlagen auf Platz 3 ist das unbeliebte Windows Vista mit 11 Prozent. Interessanterweise surfen auch ein paar Anwender mit einem Windows Server auf unserer Webseite und selbst Windows 2000 ist trotz des endgültigen Endes noch minimal vertreten.

Wer Windows XP noch einsetzt, muss sich um Unterstützung vorerst keine Sorgen machen. Der Verkauf wird zwar in einigen Wochen eingestellt, bis in das Jahr 2014(öffnet im neuen Fenster) wird Microsoft im Rahmen des Extended Support aber weiterhin Sicherheitspatches veröffentlichen. Neue Funktionen, wie etwa den Internet Explorer 9 oder die Live Essentials 2011, wird es aber nicht mehr geben.

Voraussetzung für den Extended Support ist in der Regel das Service Pack 3. Ältere Windows-Patch-Level werden nicht mehr unterstützt. Windows XP x64 ist hier eine Ausnahme, hier genügt das Service Pack 2 in der 64-Bit-Version.

Die Einstellung des Windows-XP-Verkaufs betrifft auch das Downgrade-Recht, das vor allem beim Kauf von Firmen-PCs wichtig ist.


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