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Oracle zieht über neuen HP-Chef her

Larry Ellison feuert gegen den neuen Hewlett-Packard-Chef Léo Apotheker. Dieser sei in "Industriespionage und Diebstahl geistigen Eigentums" Oracles verwickelt und habe bei SAP versagt.

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Léo Apotheker
Léo Apotheker

Oracle-Chef Larry Ellison hat die Ernennung des früheren SAP-Chefs Léo Apotheker zum Vorstandschef von Hewlett-Packard scharf kritisiert. Dabei geht es um den Streitfall Tomorrownow, ein früheres Tochterunternehmen von SAP. Der britischen Financial Times sagte Ellison: "SAP hat bereits öffentlich zugegeben, systematisch Oracles geistiges Eigentum gestohlen zu haben und hat dafür auch finanziell die Verantwortung übernommen. Ein Großteil dieser Industriespionage und Diebstahl geistigen Eigentums passierte, als Léo Chef von SAP war."

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Tatsächlich hatte SAP Anfang August 2010, im Rechtsstreit mit Oracle um die Verletzung von Oracles Urheberrechten durch die SAP-Tochter Tomorrownow, Urheberrechtsverletzungen eingeräumt. Allerdings sei SAP nicht selbst in das Vorgehen von Tomorrownow involviert gewesen und habe selbst keine Urheberrechte verletzt. Die Firma Tomorrownow, die Services für die Peoplesoft-Produkte Oracles anbot, wurde vor rund zwei Jahren von SAP als Reaktion auf Oracles Vorwürfe geschlossen. Oracle klagte deswegen im Jahr 2007 vor einem US-Bundesgericht in Oakland. Der Prozess soll im November 2010 beginnen.

"Dem Hewlett-Packard-Aufsichtsrat muss dies bekannt gewesen sein, trotzdem haben sie Léo ausgesucht. Was ist mit der HP-Unternehmenskultur passiert?", fragt Ellison. Schon kurz nach der Ernennung Apothekers hatte Ellison dem Wall Street Journal erklärt: "Ich bin sprachlos. HP hatte mehrere gute interne Kandidaten, und dann nehmen sie einen Mann, der vor kurzem bei SAP gefeuert wurde, weil er zu schlecht war."

Apotheker muss für seinen Wechsel zu Hewlett-Packard von Frankreich in die USA ziehen. Er erhält zum Einstieg laut der Zeitung ein Vergütungspaket im Wert von 51,8 Millionen US-Dollar. Der Vertriebsexperte bekommt im ersten Jahr eine Basisvergütung von 1,2 Millionen US-Dollar und einen Bonus von 6 Millionen US-Dollar.

SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe kommentierte die Apotheker-Personalie im Magazin Focus mit den Worten: "Dies sind gute Nachrichten für HP und auch für uns. Ich wünsche Léo Apotheker allen Erfolg für seine neue große Aufgabe. HP ist ein sehr guter SAP-Kunde, und uns verbindet eine langjährige erfolgreiche Partnerschaft. Die Ernennung von Léo Apotheker ist eine gute Voraussetzung, diese Partnerschaft weiter auszubauen."



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Nasen-Norbert 05. Okt 2010

Das Problem ist der egomane Larry Laffer.

Uwe s. d. 04. Okt 2010

und jetzt schaut euch mal den Kampf um die Hamburger Schulreform an. Das ist genau das...

Don Fogel 04. Okt 2010

Naja, ist doch nur das Kleingeldfach...also für Alles unter den Benjamins (100$-Noten...

The Howler 04. Okt 2010

Dann müssten sie von ihren aktuellen Preisvorsellungen teil deutlich runtergehen...

lalalalalala 04. Okt 2010

Nein, bist du nicht. Ich bin durchaus der Meinung, dass Manager gutes Geld verdienen...


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