Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Social Network: Stayfriends.de fotografiert rund 20.000 Schulen

Der Fall erinnert an die Aufregung von Google Street View : Das Onlinenetzwerk Stayfriends will in Deutschland rund 20.000 Schulen fotografieren – ohne vorher um Erlaubnis zu fragen.
/ Peter Steinlechner
78 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Das Schulkameradennetzwerk Stayfriends.de(öffnet im neuen Fenster) lässt derzeit in ganz Deutschland rund 20.000 Schulen fotografieren. Wie der Spiegel berichtet(öffnet im neuen Fenster) , hat das Unternehmen im Vorfeld keine Erlaubnis dafür beantragt, sondern will die fertigen Bilder von den jeweiligen Schulleitern freigeben lassen.

Rechtlich handelt Stayfriends damit wohl korrekt, solange keine Personen mit auf den Bildern sind und die Fotografen das Schulareal nicht betreten. Trotzdem erinnert der Fall an den Streit um Google Street View : Google will ganze Straßenzüge fotografieren und die Bilder online veröffentlichen; auf freiwilliger Basis gibt das Unternehmen allerdings den Eigentümern von Häusern die Möglichkeit, ihr Gebäude für die Veröffentlichung zu sperren.

Laut Spiegel hat ein Mitarbeiter von Stayfriends einem Lehrer Gewalt angedroht, der das Kennzeichen des Fotografen notieren wollte. Stayfriends bedauere das Fehlverhalten.

Stayfriends ist eine Tochter der US-Firma Classmates Online und nach eigenen Angaben die deutsche Nummer eins in seinem Marktbereich. Das Unternehmen hat angeblich knapp 10,7 Millionen Mitglieder in Deutschland und rund 950.000 Klassenfotos.

Eine andere Onlineseite rund um die Schule hat kürzlich einen jahrelangen Rechtsstreit wohl endgültig gewonnen: Das Lehrerbewertungsportal Spickmich.de hat sich im September 2010 auch vor dem Bundesverfassungsgericht gegen eine Lehrerin durchgesetzt, die ihre persönlichen Daten sowie die Benotungen durch ihre Schüler aus Spickmich gelöscht haben wollte.


Relevante Themen