Taintdroid: Android-Applikationen sammeln vertrauliche Daten
Zur Überwachung der Android-Applikationen wurde eine Erweiterung für Android entwickelt, die den Namen Taintdroid trägt. Die Erweiterung bindet sich eng in das System von Android ein und kann daher auch nicht als separate Applikation veröffentlicht werden, betonen die Sicherheitsforscher auf der speziell eingerichteten Webseite appanalysis.org(öffnet im neuen Fenster). An dem Projekt waren die Duke University, die Pennsylvania State University sowie die Intel Labs beteiligt.

Mit implementiertem Taintdroid wird das Verhalten der Android-Applikationen überwacht. Stichprobenartig wurden 30 beliebte Applikation auf ein Android-Smartphone installiert. Bei 15 der fraglichen Programme wurde dadurch bemerkt, dass die Applikation unbefugt Geodaten an Ad-Server sendete. Sieben der 30 Programme haben die Gerätenummer ausgelesen und an die Entwickler übermittelt. Zudem wurden Applikationen gefunden, die sowohl die Handynummer als auch die SIM-Kartennummer des benutzten Android-Smartphones an den Softwareentwickler schickten.
Taintdroid zeigt im Benachrichtigungsbereich von Android an, sobald solche Daten übermittelt werden. Normalerweise bemerkt der Anwender nichts davon, dass die Applikationen solche Daten sammeln und übermitteln. Die Sicherheitsforscher wollen ihre Ergebnisse in der kommenden Woche auf der Usenix-Konferenz im kanadischen Vancouver veröffentlichen.
Im August 2010 war bekanntgeworden, dass mit Tap Snake im Android Market ein Spiel angeboten wird, das heimlich Geodaten sammelt. Diese können dazu missbraucht werden, die Position eines anderen Android-Smartphone zu überwachen.
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