Kritik unerwünscht

Snorrason sagte, er sei mit der zuvor teilweise unredigierten Veröffentlichung von Dokumenten zum Afghanistan-Konflikt unzufrieden gewesen. Dies habe er auch kundgetan. Als Bedingung für sein weiteres Engagement bei der Aktivistengruppe habe er genannt, die noch nicht veröffentlichten Dokumente zum Krieg im Irak müssten vollständig gesichtet werden. Außerdem intervenierte er wegen der Beurlaubung Domscheit-Bergs. Assange gab ihm anschließend deutlich zu verstehen, auch er sei unerwünscht.

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Teile der veröffentlichten Afghanistan-Dokumente enthielten die Namen afghanischer Bürger und Informationen darüber, welche Rolle sie für die Interventionstruppen spielten. Die Veröffentlichung der Namen stieß beim Pentagon und auch bei Menschenrechtsgruppen auf Kritik. Assange appellierte daraufhin an die Kritiker, beim Redigieren der Dokumente zu helfen. Unklar ist, ob aufgrund der veröffentlichten Dokumente afghanische Bürger zu Schaden gekommen sind.

Nach Angaben von Wikileaks werden derzeit darüber hinaus noch 15.000 Dokumente aus dem Afghanistan-Krieg zurückgehalten. Ein unbekannter Wikileaks-Mitarbeiter sagte Wired, die Dokumente seien längst redigiert, würden aber von Assange aus unbekannten Gründen zurückgehalten.

Ob die verschiedenen Dokumente aus dem Fundus stammen, die ein US-Armee-Angehöriger angeblich an Wikileaks weitergegeben hat, ist nicht bekannt. Der Soldat wurde verhaftet und sieht einer Anklage wegen Verrats entgegen.

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Inzwischen ist der Erscheinungstermin für die Dokumente zum Krieg im Irak durchgesickert: Sie sollen am 18. Oktober veröffentlicht werden. Snorrason hält es für völlig unrealistisch, bis dahin alle 392.000 Dokumente zu redigieren und Namen von möglicherweise gefährdeten Menschen zu entfernen.

Mitarbeiterschwund

Mittlerweile ist auch der Programmierer zurückgetreten, der für die Entwicklung einer Anwendung verantwortlich war, mit der die Irak-Dokumente nach den Namen gefährdeter Personen durchforstet werden.

Auch andere Wikileaks-Mitglieder haben sich unzufrieden mit einem Alleingang von Assange geäußert: Er soll einigen bislang unbekannten Medien die Irak-Dokumente zur Verfügung gestellt haben - ohne Rücksprache mit seinen Mitstreitern. Auch der geplante Erscheinungstermin wurde von Assange allein festgelegt.

Laut dem Chatprotokoll sagte Domscheit-Berg zu Assange: "Ein Anführer kommuniziert und schafft Vertrauen in sich. Du machst gerade das Gegenteil."

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 Wikileaks: Zwei weitere Aktivisten treten zurück
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jonnyblue 16. Dez 2010

Ich empfehle einen interessanten Artikel von William Engdahl bei kopp online,der stimmt...

Coffee 01. Okt 2010

... sicher. Die Frage ist nur, ob die Agencies es geschafft haben, Leute innerhalb von...

Demokrat 01. Okt 2010

Das ist das Ende der Wikiprawda! Selbst hochrangige Vertreter sehen das Konzept als...

deranderschlaub... 01. Okt 2010

Naja ich kann mir gut vorstellen, dass der Behörden- und Geheimdienstdruck mittlerweile...



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