Abo
  • Services:

Ralph Langner im Interview

Stuxnet kam von russischem Zulieferer

Der Wurm, der die Maschinensteuerungen von iranischen Atominstallationen befallen hat, kam von einem Zulieferer für die Anlagen aus Russland. Diese Überzeugung vertritt der deutsche Security-Experte Ralph Langner, der den Wurm seit Wochen analysiert. Er ist auch der Meinung, dass Stuxnet Millionen gekostet haben muss.

Artikel veröffentlicht am ,
Ralph Langner
Ralph Langner

Langners Unternehmen beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Kommunikation zwischen Industrieanlagen und PCs. Bereits Mitte September 2010 hatte Langner auf einer eigenen Webseite vor dem Wurm Stuxnet gewarnt, der Maschinensteuerungen gezielt befallen und sabotieren kann.

Inhalt:
  1. Ralph Langner im Interview: Stuxnet kam von russischem Zulieferer
  2. Gezielte Zerstörung von Aggregaten

Ralph Langner erklärte im Gespräch mit Golem.de, dass der Wurm dabei aber nicht direkt in die Anlagen eingeschleust wird, und schon gar nicht über das Internet. Vielmehr habe sich nun herausgestellt, dass "ein russischer Integrator infiziert wurde". Der Wurm nutzte dafür vier Zero-Day-Exploits für Windows aus, um zunächst PCs zu befallen.

Infizierte Windows-Rechner suchen nach Anlagensteuerungen

Auf diesen Rechnern lauerte der Schädling und versuchte, Code für die Maschinensteuerungen auf den PCs und im Netzwerk eines Unternehmens zu erkennen. Wurde dieser gefunden, so klinkte sich die eigentliche Schadroutine dort ein. Dabei ging Stuxnet laut Langner sehr vorsichtig vor, um nicht entdeckt zu werden: Von einem PC aus verbreitete sich der Wurm nur dreimal auf andere Rechner weiter, jegliche Kommunikation über das Internet vermied das Programm.

Solche Infektionen von Zulieferern kommen laut Ralph Langner häufiger vor, oft wird auch nicht das eigentliche Zielunternehmen zuerst angegriffen, weil dort hohe Sicherheitsvorkehrungen herrschen. Stattdessen suchen sich die Wurmautoren eine Firma im Umfeld des Unternehmens und bringen dort, etwa durch einen verschenkten oder "verlorenen" USB-Stick, ihr Programm in Zugriffsnähe. Wenn etwa ein Ingenieur sein Notebook damit infiziert und es anschließend im Unternehmen ans Netzwerk anschließt, ist der Schaden kaum noch aufzuhalten.

Gezielte Zerstörung von Aggregaten 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 5€
  2. 22€ (nur für Prime-Mitglieder)
  3. (u. a. SONY KD-49XF7005 für 499€ + 40-Euro-Coupon und Huawei P20 Lite für 229€ + 20-Euro...
  4. 22€

C3PO III 01. Okt 2010

Nun da hat einer eine Meinung und da diese Werbeplattform zwischen all den Tabletts...

membranalarm 01. Okt 2010

ERGO, verdeckte Kriegsführung. Wie man die Öffentlichkeit schon im Vorfeld infiltriert...

Satan 29. Sep 2010

Westerwelle war mein erster Gedanke.

Mal In Ernst 29. Sep 2010

Danke für die netten Links!

Treadmill 29. Sep 2010

Hehe, endlich :D


Folgen Sie uns
       


Dark Rock Pro TR4 - Test

Der Dark Rock Pro TR4 von Be quiet ist einer der wenigen Luftkühler für AMDs Threadripper-Prozessoren. Im Test schneidet er sehr gut ab, da die Leistung hoch und die Lautheit niedrig ausfällt. Bei der Montage und der RAM-Kompatibilität gibt es leichte Abzüge, dafür ist der schwarze Look einzigartig.

Dark Rock Pro TR4 - Test Video aufrufen
NGT Cargo: Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h
NGT Cargo
Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

Güterzüge sind lange, laute Gebilde, die langsam durch die Lande zuckeln. Das soll sich ändern: Das DLR hat ein Konzept für einen automatisiert fahrenden Hochgeschwindigkeitsgüterzug entwickelt, der schneller ist als der schnellste ICE.
Ein Bericht von Werner Pluta


    Job-Porträt Cyber-Detektiv: Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen
    Job-Porträt Cyber-Detektiv
    "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

    Online-Detektive müssen permanent löschen, wo unvorsichtige Internetnutzer einen digitalen Flächenbrand gelegt haben. Mathias Kindt-Hopffer hat Golem.de von seinem Berufsalltag erzählt.
    Von Maja Hoock

    1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
    2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
    3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

    Flexibles Smartphone: Samsung verspielt die Smartphone-Führung
    Flexibles Smartphone
    Samsung verspielt die Smartphone-Führung

    Jahrelang dominierte Samsung den Smartphone-Markt mit Innovationen, in den vergangenen Monaten verliert der südkoreanische Hersteller aber das Momentum. Krönung dieser Entwicklung ist das neue flexible Nicht-Smartphone - die Konkurrenz aus China dürfte feiern.
    Eine Analyse von Tobias Költzsch

    1. Flexibles Display Samsungs faltbares Smartphone soll im März 2019 erscheinen
    2. Samsung Linux-on-Dex startet in privater Beta
    3. Infinity Flex Samsung zeigt statt Smartphone nur faltbares Display

      •  /