Abo
  • IT-Karriere:

Gezielte Zerstörung von Aggregaten

Da Stuxnet weder Daten sammelt noch versendet, ist der Hauptzweck des Programms laut Ralph Langner "Sabotage mit gezielter Sachbeschädigung". Die vielfach geschürte Angst, der Wurm hätte iranische Atomanlagen zu einer Kernschmelze treiben können, ist Langner zufolge unbegründet. Vielmehr habe Stuxnet versucht, "bestimmte Aggregate zu zerstören", die nur sehr schwer und teuer wiederbeschafft werden könnten.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Esslingen am Neckar
  2. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

Nach Langners Meinung handelt es sich bei Stuxnet "um etwas völlig Neuartiges". Er sagte Golem.de, die Entwicklung habe eine Summe "im einstelligen Millionenbereich gekostet" und rund ein Jahr gedauert. Schon die vier Windows-Exploits, die unter Cyberkriminellen nicht nur gesucht, sondern oft auch verkauft werden, hätten "eine halbe Million Euro" gekostet. Zusätzlich enthält Stuxnet auch noch zwei gestohlene digitale Signaturen, so der Entwickler weiter.

50 Mann für einen Wurm

Zusätzlich braucht man Langner zufolge für die Entwicklung eines solchen Schädlings auch noch Menschen mit Zugriff auf ein Laborsystem, bei dem die angegriffenen Maschinensteuerungen direkt zur Verfügung stehen. Das gesamte Team hinter einem solchen Projekt schätzt Langner auf etwa 50 Personen. Den Schadcode für die Anlagen selbst könnten "weltweit vielleicht zehn Leute entwickeln, und drei davon sitzen bei uns im Büro", sage der Security-Experte. Und weiter: "Ich kann Ihnen aber versichern, wir waren's nicht!".

Wegen der geringen Verfügbarkeit solcher Experten ist sich Langner auch sicher: "So etwas bekommt eine normale Hackerbude nicht hin." Auch für Cyberkriminelle sei ein Projekt wie Stuxnet eine Nummer zu groß. Dafür spricht auch, dass bisher keine Informationen zu möglichen Erpressungsversuchen bekanntgeworden sind. Noch deutlicher wurde jüngst Kaspersky. Das Antivirenunternehmen ist der Meinung, dass ein Wurm wie Stuxnet nur mit staatlicher Unterstützung zu erstellen ist.

 Ralph Langner im Interview: Stuxnet kam von russischem Zulieferer
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. mit Gutschein: NBBX570
  2. 64,90€ (Bestpreis!)
  3. 69,90€ (Bestpreis!)

C3PO III 01. Okt 2010

Nun da hat einer eine Meinung und da diese Werbeplattform zwischen all den Tabletts...

membranalarm 01. Okt 2010

ERGO, verdeckte Kriegsführung. Wie man die Öffentlichkeit schon im Vorfeld infiltriert...

Satan 29. Sep 2010

Westerwelle war mein erster Gedanke.

Mal In Ernst 29. Sep 2010

Danke für die netten Links!

Treadmill 29. Sep 2010

Hehe, endlich :D


Folgen Sie uns
       


Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth

WLAN-Überwachungskameras lassen sich ganz einfach ausknipsen - Golem.de zeigt, wie.

Golem.de hackt Wi-Fi-Kameras per Deauth Video aufrufen
Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

Rohstoffe: Lithium aus dem heißen Untergrund
Rohstoffe
Lithium aus dem heißen Untergrund

Liefern Geothermiekraftwerke in Südwestdeutschland bald nicht nur Strom und Wärme, sondern auch einen wichtigen Rohstoff für die Akkus von Smartphones, Tablets und Elektroautos? Das Thermalwasser hat einen so hohen Gehalt an Lithium, dass sich ein Abbau lohnen könnte. Doch es gibt auch Gegner.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Wasserkraft Strom aus dem Strom
  2. Energie Wie Mikroben Methan mit Windstrom produzieren
  3. Erneuerbare Energien Die Energiewende braucht Wasserstoff

Gemini Man: Überflüssiges Klonexperiment
Gemini Man
Überflüssiges Klonexperiment

Am 3. Oktober kommt mit Gemini Man ein ambitioniertes Projekt in die deutschen Kinos: Mit HFR-Projektion in 60 Bildern pro Sekunde und Will Smith, der gegen sein digital verjüngtes Ebenbild kämpft, betreibt der Actionfilm technisch viel Aufwand. Das Seherlebnis ist jedoch bestenfalls komisch.
Von Daniel Pook

  1. Filmkritik Apollo 11 Echte Mondlandung als packende Kinozeitreise

    •  /