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Entwickler: RIM greift mit Webworks und Middleware an

Mit Blackberry Webworks hat RIM eine neue Open-Source-Plattform auf Basis von HTML5 für die Entwicklung mobiler Applikationen veröffentlicht. Ergänzt wird das durch die Blackberry Enterprise Application Middleware auf Serverseite, womit auf Blackberry-Endgeräte vom Server aus zugegriffen werden kann.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit Blackberry Webworks hat RIM seine neue webbasierte Entwicklungsplattform für mobile Applikationen vorgestellt. Sie basiert auf HTML5, CSS sowie Javascript und stellt über APIs einige Blackberry-spezifische Funktionen bereit. Das soll Entwickler in die Lage versetzen, Blackberry-Applikationen zu entwickeln, die eng mit den Geräten verknüpft sind und bislang nur Java-Entwicklern zur Verfügung stehen.

Dazu zählt ein API, um Textnachrichten aus einer Applikation zu versenden, sowie eine Schnittstelle, die Zugriff auf Anrufdaten erlaubt. So können Webworks-Applikationen beispielsweise abfragen, ob gerade telefoniert wird, oder die Nummern verpasster Anrufe durchsuchen. Zudem gibt es ein API zum Abspielen von Audiodateien.

Die Blackberry Web Plugins 2.5, die Bestandteil von Webworks sind, erlauben es, mit Webworks erstellte Webapplikationen im Hintergrund zu starten und dort zu belassen. Zudem ist es damit möglich, Webseiten auf dem Endgerät zu cachen, um den Zugriff auf Inhalte zu beschleunigen.

Der Web Application Packager 1.5 erlaubt es, mit Webworks erstellte Applikationen ebenso wie Java-Applikationen in Pakete zu packen, um diese über die Blackberry App World, den Blackberry Desktop Manager, OTA (over-the-air) oder den Blackberry Enterprise Server zu verteilen.

RIMs Blackberry Webworks ist Open Source und steht unter der Apache-2.0-Lizenz. Die Software ist bei Github unter github.com/blackberry/WebWorks(öffnet im neuen Fenster) zu finden. Weitere Details finden sich unter blackberry.com/developers/webworks(öffnet im neuen Fenster) .

Blackberry Enterprise Application Middleware vorgestellt

Für die Serverseite bietet RIM mit der Blackberry Enterprise Application Middleware eine Lösung an, die es Entwicklern komplexer Unternehmensapplikationen ermöglicht, auf Blackberry-spezifische Funktionen zurückzugreifen. Zu den ersten APIs, die RIM zeigt, gehören Alert/Notifications Push, Files Transfer und Device Information to Server App.

Das Alerts/Notifications Push Library macht es Entwicklern möglich, über die Blackberry-Plattform Daten über Push-Nachrichten an Nutzer zu senden. Um eine solche Funktion in die eigene Software zu integrieren, bedürfe es weniger als 100 Zeilen Code, so RIM. Die Daten können in der Blackberry-Inbox landen oder direkt an eine Applikation auf dem Endgerät gesendet werden.

Die File Transfer Library erlaubt es, große Dateien über die Blackberry-Plattform zu versenden. Auch hier beschwört RIM, es seien keine 100 Zeilen Code notwendig, um entsprechende Funktionen in die eigene Software zu integrieren. Die Entwickler legen dabei fest, ob die Daten nur auf dem Endgerät betrachtet, hoch- oder heruntergeladen oder auf dem Gerät beziehungsweise einer Speicherkarte abgelegt werden dürfen.

Über die Device Information to Server App Library lassen sich Blackberrys vom Server aus abfragen. So erhalten Entwickler Zugriff auf die aktuelle Position eines Endgerätes, den Onlinestatus, können das aktuell von der Kamera erfasste Bild abfragen oder Lücken im Kalender finden.

Die ersten Bibliotheken der Blackberry Enterprise Application Middleware will RIM noch in diesem Jahr im Rahmen eines geschlossenen Betatests verteilen. Weitere Bibliotheken sollen 2011 veröffentlicht werden. Details dazu sind unter blackberry.com/developers/beam(öffnet im neuen Fenster) zu finden.


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