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Ehemalige Mitarbeiter: Das läuft bei Nokia falsch

Ehemalige Mitarbeiter

Das läuft bei Nokia falsch

Mehrere ehemalige Nokia-Mitarbeiter haben den Marktführer im Handymarkt kritisiert. Die schwerfällige bürokratische Struktur des Unternehmens habe dafür gesorgt, dass neue Ideen nicht umgesetzt worden seien. Außerdem habe das Management nicht genug Mut bewiesen, lauten die Vorwürfe.

Kai Nyman arbeitete von 1983 bis 2009 bei Nokia und war dort für die Internetdienste des Unternehmens sowie für Symbian verantwortlich. Seiner Auffassung nach hätte Nokia sowohl die Zeit als auch die Ressourcen gehabt, Symbian deutlich besser zu machen, zitiert ihn die New York Times. Doch der Handyhersteller verpasste nach Nymans Beobachtung diese Chance.

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Prototyp mit Touchscreen von 2004 kam nicht auf den Markt

Er berichtet von einem 2004 vorgestellten Prototypgerät mit großem Touchscreen, das nie gebaut wurde. Als Gründe nennt er Geschwindigkeitsprobleme des Betriebssystems sowie das bedächtige Vorgehen der Unternehmensführung. Diesen Fall greift auch Ari Hakkarainen auf, der von 1999 bis 2007 bei Nokia arbeitete und für die Entwicklung der Series-60-Plattform zuständig war. Hakkarainen glaubt laut der New York Times, Nokia hätte sich mit dem Touchscreen-Prototyp einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen können. Das Nokia-Management befürchtete hingegen einen finanziellen Flop, weshalb das Gerät nicht gebaut wurde.

Zudem verweist Hakkarainen darauf, dass sein Entwicklungsteam ebenfalls 2004 einen Softwareshop für Mobiltelefone erarbeitet hatte. Er zeigte den Softwareshop dem unteren und mittleren Management bei Nokia, hatte aber keine Chance, die Manager davon zu überzeugen, dass Nokia so etwas aufbauen müsse. Das war lange bevor Apple mit dem App Store den Vertrieb von Software für mobile Endgeräte neu erfand.

Unflexible Unternehmensbürokratie

Hakkarainen stört sich an einer zu aufgeblähten Unternehmensbürokratie. Oft seien Verbesserungsvorschläge abgelehnt worden, weil die dadurch zu erzielenden Gewinne als zu niedrig eingestuft wurden. Nach Meinung Hakkarainens begännen viele erfolgreiche Innovationen klein und wüchsen erst später.

Die Bürokratisierung bei Nokia störte auch Juhani Risku. Er arbeitete von 2001 bis 2009 bei Nokia und verantwortete den Bereich Bedienoberfläche von Symbian. Er hatte 500 Verbesserungsvorschläge für eine bessere Symbian-Bedienung eingereicht, die alle abgeschmettert wurden. Den Grund sieht er in einer unflexiblen Unternehmensbürokratie, die er als Bürokratie im Sowjetstil bezeichnet. Ideen seien den Kämpfen von Managern zum Opfer gefallen oder als zu teuer oder riskant abgelehnt worden.

3D-Bedienoberfläche kam nicht aufgrund höherer Produktionskosten

2002 hatte Risku nach eigener Aussage eine 3D-Bedienoberfläche für Symbian-Smartphones entwickelt, die damals einzigartig gewesen sein soll. Sie wurde aber nie in ein Mobiltelefon integriert, weil es die Produktionskosten um 2,05 US-Dollar pro Gerät erhöht hätte, so die Begründung der Nokia-Führung.

Auf die Kritik ging Nokia nicht im Detail ein. Eine Sprecherin bemühte sich, die Anschuldigungen herunterzuspielen. Die drei Ex-Nokia-Angestellten hätten nur kleine Gruppen im Nokia-Bereich geleitet, betonte sie.


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General Weissnicks 21. Okt 2010

Hättest du's nicht im Namen, ...du weisst schon! BWLer sollte man auf den Mond...

DiplomatischerB... 28. Sep 2010

Ja schon. Aber mit einen Iphone kann man nun eben telefonieren und Nokia verkauft dadurch...

Fido 28. Sep 2010

Als Google 1998 gestartet ist, hatten noch Altavista, Yahoo, usw. die Vormacht im...

leider keiner 28. Sep 2010

Ja. Danke. Wenn einer von der Schiess-Anlage erledigt wird, nur weil er Nike oder Reebok...

draco2111 28. Sep 2010

Design ist immer noch Geschmacksache. Und ob dieses klobige iPhone 4 nun gut aussieht mu...



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