Open-Source-Hardware: Mehr Speicher im Arduino Mega

Mit einer neuen Platine, einem selbst entwickelten Chip und einem neuen Logo präsentierte sich das Arduino-Projekt(öffnet im neuen Fenster) auf der Maker Faire in New York(öffnet im neuen Fenster) . Die bislang unter dem Namen Duemilanove erhältliche Standardplatine wurde in Uno(öffnet im neuen Fenster) umbenannt und mit einem neuen Chip ausgestattet, der den betagten USB-Chipsatz von FTDI ersetzt.







Der neue USB-Serial-Konverter basiert auf Atmels ATmega8U2(öffnet im neuen Fenster) , ist aber eine Eigenentwicklung. Laut Entwickler ist die neue Platine abwärtskompatibel und ohne Treiber unter Linux und Mac OS X verwendbar. Unter Windows ist lediglich eine neue INF-Datei nötig, über die das Gerät ordnungsgemäß unter dem Namen Arduino angemeldet wird. Drüber hinaus kann die ID der USB-Schnittstelle so umprogrammmiert werden, dass sie sich als Tastatur, Maus oder Midi-Gerät ausgibt. Die Schnittstelle besitzt zusätzlich eine niedrigere Latenzzeit. Außerdem wurde der Port mit einer 500-mA-Sicherung bestückt.
Auf der neuen Arduino-Platine Mega 2560(öffnet im neuen Fenster) wird der ATMega2560-Chipsatz(öffnet im neuen Fenster) verbaut, der auch die gleiche USB-Schnittstelle mitbringt wie das Uno-Board. Im Gegensatz zum Uno mit 32 KByte hat das Mega 2560 aber 256 KByte Speicher, bei gleicher Taktrate von 16 MHz.
Gleichzeitig präsentieren die Entwickler eine überarbeitete Webseite(öffnet im neuen Fenster) mit einem neuen Logo, das auch die Boards ziert. Der Arduino-Store soll am 18. Oktober 2010 auf der Webseite öffnen und die beiden neuen Platinen offerieren. Das Uno soll etwa 35 US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) kosten, das Mega 2560 rund 50 US-Dollar. Später wollen die Entwickler ein weiteres Board anbieten, das mit einem Ethernet-Anschluss ausgestattet ist.
Einige Entwickler haben das Arduino-Projekt bereits als Basis für eigene Entwicklungen verwendet. Leah Buechley vom Massachusetts Institute of Technology entwickelte beispielsweise daraus eine wasserdichte Variante namens Lilypad(öffnet im neuen Fenster) , die in Stoff eingeflochten werden kann und für Lichteffekte in Kleidung sorgt. Der Entwickler Ken Lim hat in seinem Twitter-Roboter ebenfalls eine Arduino-Platine verbaut. Eine deutsche Webseite(öffnet im neuen Fenster) widmet sich ganz dem Arduino.



