Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Streit oder Beurlaubung?: Wikileaks ohne deutschen Sprecher

Daniel Schmitt alias Daniel Domscheit-Berg gibt seinen Job als deutscher Wikileaks-Sprecher auf. Das sagt er zumindest im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Wikileaks ist da anderer Meinung – er wurde beurlaubt.
/ Andreas Sebayang
96 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der deutsche Wikileaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg, der zuvor als Daniel Schmitt aufgetreten ist, und Julian Assange haben sich offenbar im Streit getrennt, so eine Vorabmeldung des Nachrichtenmagazins Der Spiegel(öffnet im neuen Fenster). Dabei gibt es zwei grundverschiedene Aussagen. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin gibt Domscheit-Berg an, dass es unter Wikileaks-Mitgliedern viel Unmut gibt. Der Text wurde auch auf Spiegel Online publiziert(öffnet im neuen Fenster). Weiter heißt es, dass er und vermutlich auch andere aus dem Projekt aussteigen werden.

Grund soll unter anderem ein Streit mit Assange sein. Domscheit-Berg wollte nicht nur große Veröffentlichungen, sondern auch nationale Dokumente beachten. Diese seien vernachlässigt worden. "Ich habe mehrfach versucht, das anzustoßen, aber Julian Assange hat auf jede Kritik mit dem Vorwurf reagiert, ich würde ihm den Gehorsam verweigern und dem Projekt gegenüber illoyal sein", sagt er gegenüber dem Spiegel.

Die Wikileaks-Plattform meldet sich zu dem Interview nur kurz in einem englischen Twitter-Eintrag(öffnet im neuen Fenster). Dort wird die Darstellung bestritten. Domscheit-Berg wurde bereits vor einem Monat beurlaubt, heißt es lapidar vom Wikileaks-Twitter-Account.


Relevante Themen