Cybersicherheit: NSA-Chef will abgeschirmtes Internet für US-Regierung
Keith Alexander will im Internet "einen sicheren, geschützten Bereich" für die US-Regierung schaffen. Das sagte der Chef des US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA) und des Cybercom, der US-Kommandostelle für den Cyberwar, in einem Gespräch mit ausgesuchten US-Journalisten, berichtet die New York Times(öffnet im neuen Fenster).
Netz für Regierung und Versorgungseinrichtungen
Über dieses Netz sollen US-Regierungsbehörden und die Betreiber von wichtigen Versorgungseinrichtungen sowie Banken und Finanzdienstleister kommunizieren können. Dabei sollen sie den gleichen Schutz vor Angriffen von außen genießen wie das US-Militär oder die US-Diplomaten. Konkrete Angaben dazu, wie ein solches Netz aussehen könnte oder wie der Zugang dazu geregelt werden könnte, machte Alexander nicht.
Es sei durchaus wahrscheinlich, dass die USA irgendwann in der Zukunft einem großen Angriff über das Internet ausgesetzt seien. "Dafür müssen wir gerüstet sein", betonte der General. Vor allem müssten Funktionen und Kompetenzen zwischen Cybercom, US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS) und Privatwirtschaft ausgehandelt werden.
Reaktion auf Cyberangriff
In der US-Regierung werde derzeit über den Cyberwar diskutiert, sagte Alexander. Dabei gehe es unter anderem um die Frage, wie die USA auf einen Angriff reagieren sollen, der das Bankensystem lahmlege oder die Stromversorgung unterbreche.
Alexanders Vorstoß ist insofern heikel, als zivile Computersysteme nicht in seinen Kompetenzbereich fallen. Als Cybercom-Chef ist er für den Schutz der militärischen Rechner zuständig. Für die zivilen Systeme der US-Regierung ist das DHS zuständig. Kürzlich hatte Alexander sich dafür eingesetzt, dass die USA das Internet schützen sollen. Die USA hätten das Internet erfunden, deshalb sei sein Schutz die Aufgabe der US-Regierung.
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