Facebook

Automatische Fehlerkorrektur sorgt für Ausfall

Ein Ausfall von rund 2,5 Stunden hat Facebook Schlagzeilen beschert, bis hin zu den Heute-Nachrichten des ZDF. Ausgangspunkt war eine Konfigurationsänderung, die von einem automatischen Korrektursystem als falsch angesehen wurde.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook: Automatische Fehlerkorrektur sorgt für Ausfall

Der Ausfall von Facebook in der vergangenen Nacht war der größte seit vier Jahren, so die Betreiber des Social Network. Schuld war eine fehlerhafte Fehlerbehandlung. Ein automatisches Korrektursystem sorgt für gewöhnlich dafür, dass fehlerhafte Konfigurationswerte im Cache durch aktualisierte Werte im persistenten Speicher überschrieben werden. Im aktuellen Fall führte aber genau dies zum Zusammenbruch.

Stellenmarkt
  1. IT Security Expert (m/w/d)
    Amprion GmbH, Dortmund
  2. IT-Engineer / Administrator Network Services (m/w/d)
    GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld
Detailsuche

Ausgangspunkt war eine Konfigurationsänderung im persistenten Speicher, die das System als ungültig einstufte. Die Folge: Jedes Clientsystem erhielt den angeblich ungültigen Wert, versuchte diesen zu korrigieren und stellte dazu eine Anfrage an einen Datenbankcluster. Dieser brach schnell unter der Last der mehreren hunderttausend Anfragen pro Sekunde zusammen.

Verschlimmert wurde das Problem dadurch, dass jede fehlgeschlagene Anfrage an die Datenbank als ungültiger Wert behandelt wurde und der zugehörige Cache-Schlüssel gelöscht wurde. Das führte dazu, dass auch nach Korrektur des eigentlichen Fehlers die Zahl der Anfragen auf den Datenbankcluster hoch blieb. Das Ganze führte zu einer Feedbackschleife, die der Datenbank keine Gelegenheit ließ, sich zu erholen.

Die einzige Lösung bestand darin, sämtlichen Traffic auf das Datenbanksystem zu stoppen, was zugleich bedeutete, Facebooks Website abzuschalten. Danach konnte das Problem beseitigt und das System Stück für Stück wieder hochgefahren werden.

Golem Karrierewelt
  1. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.03.2023, Virtuell
  2. Airtable Grundlagen: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Mittlerweile läuft Facebook wieder, das Korrektursystem bleibt aber vorerst abgeschaltet. Facebooks Entwickler denken über ein neues Design des Systems nach, um auszuschließen, dass das System mehr Schaden anrichtet als es Fehler korrigiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


theb--- 27. Sep 2010

über b/ wird nicht gesprochen!

Regressionstester 25. Sep 2010

Ich wage zu behaupten, dass die Änderungen sehr wohl und vermutlich auch ausgiebig auf...

qmdu 25. Sep 2010

Seltsam scheint nur der Zeitpunkt dieses Ausfalls bei Facebook. Normalerweise bekannt als...

SepppJ 25. Sep 2010

in der Zeit, die sie wie gebannt auf die leeren Monitore starrten verlor für viele das...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Japan und die Digitalisierung
Immer noch zu analog

Japan ist bekannt für Hightech und Roboter. Bei der Digitalisierung liegt man aber hinter anderen Industriestaaten, viele Arbeitsprozesse sind bis heute analog.
Ein Bericht von Felix Lill

Japan und die Digitalisierung: Immer noch zu analog
Artikel
  1. Amazon Shopper Panel: Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs
    Amazon Shopper Panel
    Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs

    Wer seinen gesamten Smartphone-Datenverkehr über Amazons Server leitet, wird mit einem monatlichen Gutschein dafür bezahlt.

  2. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

  3. Konflikt mit den USA: Snowden verteidigt seine russische Staatsbürgerschaft
    Konflikt mit den USA
    Snowden verteidigt seine russische Staatsbürgerschaft

    Eigentlich wollte Edward Snowden parallel die US-amerikanische Staatsbürgerschaft behalten - das wurde ihm unmöglich gemacht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /