Abo
  • IT-Karriere:

Jen-Hsun Huang im Interview

"Fermi war anfangs völlig kaputt"

GTC

Vor Journalisten hat Nvidias CEO und Mitbegründer Jen-Hsun Huang erstmals detailliert erklärt, was den Marktstart der GPU mit dem Codenamen Fermi ein halbes Jahr verzögert hat. Technische Schwierigkeiten trafen dabei auf einen Managementfehler. Vom aktuellen Trend zu CPU-/GPU-Integration hält Huang wenig.

Artikel veröffentlicht am ,
Jen-Hsuan Huang im Gespräch
Jen-Hsuan Huang im Gespräch

Nvidias Fermi ist mit 3 Milliarden Transistoren einer der komplexesten Chips der Halbleitergeschichte. Ihre hohe Leistungsfähigkeit erreicht die GPU durch 512 Rechenwerke - von denen bisher in den schnellsten Modellen nur 480 aktiviert sind - und einen L2-Cache in der Mitte des Dies sowie einige Funktionseinheiten wie die Raster-Engines und Speichercontroller mit festen Aufgaben. Diese drei Bestandteile - Rechenwerke, L2-Cache und Fixed-Function-Units - hat Nvidia laut Huang mit einem "Fabric" verbunden. Der Nvidia-Chef antwortete auf eine Frage nach den Fermi-Problemen des britischen Journalisten Tim Anderson mit einer langen Stellungnahme.

Inhalt:
  1. Jen-Hsun Huang im Interview: "Fermi war anfangs völlig kaputt"
  2. Getrennte Designteams und kein Chef

Dieses Fabric, zu Deutsch: Gewebe, besteht "fast ausschließlich aus Vedrahtungen, mit ganz wenigen anderen Verschaltungen dazwischen". All diese Drähte, die sich in den Layers des Chips horizontal und vertikal überlagern, wiesen bei den ersten Prototypen, die Nvidia von TSMC erhielt, laut dem Jen-Hsun Huang massives Übersprechen auf.

Übersprechen im Fabric

Die Idee des Fabrics war, jede Einheit auf dem Die mehr oder weniger direkt mit jeder anderen zu verschalten - was aber nicht klappte. Huang verglich das mit den im Raum anwesenden Personen: "Stellen Sie sich vor, wir wären alle Prozessoren, und jeder von uns funktioniert gerade. Aber: Wir können nicht miteinander sprechen. Wir sind alle taubstumm."

  • Das Blockdiagramm von Fermi. Daten müssen über das gesamte Die bewegt werden.
  • Huang im Gespräch mit Journalisten
Das Blockdiagramm von Fermi. Daten müssen über das gesamte Die bewegt werden.

Genauso verhielten sich die Einheiten der ersten Fermis: "Wir fanden heraus, dass diese Verbindungen völlig kaputt waren". Weiter ins Detail ging Jen-Hsun Huang aber nicht, er verriet nur so viel: "Wir entwickelten also das ganze Ding neu und brachten es zum Laufen". Damit ist auch erklärt, warum die ersten Fermi-GPUs im A0-Stepping - das in der Halbleiterbranche immer die erste Version eines Chips darstellt - vor genau einem Jahr noch so rar waren, dass Huang keine echte Grafikkarte damit zeigen konnte.

Getrennte Designteams und kein Chef 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 7,77€
  2. 38,99€
  3. 12,49€
  4. 2,99€

Gnrg 24. Sep 2010

Ach, Du hast den Mann im Video zum ersten Mal gesehen? Und dass er für Dich asiatisch...

pool 24. Sep 2010

Tegra ist ein SoC mit einem ARM Prozessorkern. Nicht mit der CPU-GPU Integration im x86...

der gelbe frosch 23. Sep 2010

der wird es wohl besser wissen als ein lurch

da_frag_ich_mich 23. Sep 2010

währ das fermi desinge evt. doch einiges leistungsfähiger bez. ursprünglich mit weniger...

GPU-Klaus 23. Sep 2010

Aktuell ist wohl das "System" schuld und der der das aktuelle System geschaffen hat. Und...


Folgen Sie uns
       


Sekiro - Test

Ein einsamer Kämpfer und sein Katana stehen im Mittelpunkt von Sekiro - Shadows Die Twice. Das Actionspiel von From Software schickt Spieler in ein spannendes Abenteuer voller Herausforderungen.

Sekiro - Test Video aufrufen
Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


    Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
    Zulassung autonomer Autos
    Der Mensch fährt besser als gedacht

    Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
    Von Friedhelm Greis

    1. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
    2. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
    3. Wasserkühlung erforderlich Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen

    Mordhau angespielt: Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
    Mordhau angespielt
    Die mit dem Schwertknauf zuschlagen

    Ein herausfordernd-komplexes Kampfsystem, trotzdem schnelle Action mit Anleihen bei Chivalry und For Honor: Das vom Entwicklerstudio Triternion produzierte Mordhau schickt Spieler in mittelalterlich anmutende Multiplayergefechte mit klirrenden Schwertern und hohem Spaßfaktor.
    Von Peter Steinlechner

    1. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
    2. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

      •  /