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Nvidias Roadmap ist Segen und Fluch zugleich

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Zum ersten Mal in der Firmengeschichte lässt sich Nvidia ein bisschen in die Karten der nächsten drei Jahre schauen. Zwei GPU-Designs stehen auf der nun vorgelegten Roadmap. Das soll für Planungssicherheit bei den Kunden sorgen, stellt für das Unternehmen aber ein Risiko dar.

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IMHO: Nvidias Roadmap ist Segen und Fluch zugleich

Roadmaps sind die Selbstverpflichtungen der IT-Branche. Sie sollen gerade bei neuen Technologien wie dem GPU-Computing dafür sorgen, dass die Kunden sich darauf einlassen. Deren Investitionen sollen nicht nur für eine Produktgeneration gerechtfertigt werden, sondern mehrere Jahre Bestand haben.

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Deshalb geben Unternehmen wie AMD und Intel, aber auch beispielsweise Microsoft, ihren Kunden die grob umrissenen Produktpläne für mehrere Jahre im Voraus an die Hand. So lassen sich die Ausgaben für die Anschaffung von Produkten, die Entwicklung und Schulung langfristig planen.

Das geht jedoch nur so lange gut, wie die Roadmap auch eingehalten wird. Dass Nvidias CEO mit gut gespieltem Zögern jetzt erstmals überhaupt eine Roadmap vorgelegt hat, war nicht nur eine Anerkennung der Regeln, die sonst für alle Chiphersteller gelten. Es war auch eine notwendige Maßnahme, um das durch den desaströsen Fermi-Launch beschädigte Vertrauen wieder zu festigen.

Fermi kam ein halbes Jahr später auf den Markt, als Nvidia geplant hatte. Im GPU-Geschäft ist das eine Ewigkeit. Andere CEOs, wie AMDs Hector Ruiz, haben solche Verzögerungen schon den Job gekostet. Jen-Hsun Huang muss sich seiner Sache sehr sicher sein, wenn er sich nun auf das Vabanquespiel einer dreijährigen Roadmap einlässt.

Dass sein Team die GPUs Kepler (2011) und Maxwell (2013) entwickeln kann, hat Huang noch selbst in der Hand. Nicht aber, ob TSMC diese Chips mit genügend hoher Ausbeute auch herstellen kann. Genau wie AMD braucht Nvidia beim taiwanischen Auftragshersteller stets die aktuelle Fertigungstechnologie für seine Produkte, im Falle von Kepler wird das die erste 28-Nanometer-GPU werden. TSMC hatte beim Umstieg auf 40 Nanometer große Probleme. Nvidia zu vertrauen heißt nun auch, TSMC zu vertrauen.

Für Nvidias direkte Kunden und die inzwischen zahlreichen anderen Unternehmen, die mit GPU-Computing Geld verdienen, ist die Roadmap ein Segen. Für Nvidia selbst ist sie auch ein großes Risiko: Wenn der Plan nicht eingehalten wird, freuen sich AMD und Intel, die in ihren GPU-Computing-Bemühungen zwar bisher abgeschlagen sind, nun aber drei Jahre Zeit zum Aufholen haben. Nvidias Versprechen wurde bisher von den Investoren wohlwollend aufgefasst: Der Kurs des Unternehmens, der sich seit Anfang 2010 fast halbiert hatte, legte am Tag der Roadmap-Ankündigung über fünf Prozent zu.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

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Tingelchen 22. Sep 2010

Das kann sich aber schon bald ändern. Wenn man in der Profi-Hardware mehrere GPU's...

Nutella 22. Sep 2010

Als Gamer braucht man keine Grafikpracht. Als Gamer braucht man fps und hohe Auflösung.


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