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Japanische Entwicklerszene: "Capcom kann kaum mithalten"

Die traditionsreiche japanische Spielebranche kämpft mit Umsatzrückgängen - auch auf der Tokyo Game Show 2010 gab es nur wenige interessante Ankündigungen. Damit nicht genug: Capcoms Entwicklungschef Keiji Inafune schimpft über seine Zunft.
/ Peter Steinlechner
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"Capcom kann kaum mithalten" , sagte Keiji Inafune, oberster Spielentwickler bei Capcom im Gespräch mit der New York Times(öffnet im neuen Fenster) . "Die Ideen, das Gamplay, das Design - es gibt keine Vielfalt, keine Originalität" . Inafune sieht nicht nur seinen Arbeitgeber, sondern die gesamte japanische Entwicklerszene in einer Krise.

Man hänge den westlichen Studios mindestens fünf Jahre hinterher und sei schlecht darin, global vermarktbare Produktionen abzuliefern. Es reiche nicht, wie bei dem gefloppten Shadow of Rome einfach nur die Augen blau anzumalen und die Haarfarbe zu ändern. Auch auf der Tokyo Game Show 2010 seien nur schreckliche Spiele zu sehen gewesen.

Monster Hunter Tri - Spielszenen
Monster Hunter Tri - Spielszenen (02:48)

Die Probleme haben sich bei Capcom zuletzt auch in der Bilanz des Geschäftsjahres 2010(öffnet im neuen Fenster) ausgedrückt. Das Unternehmen hatte mit seinen Spielen einen Umsatz in Höhe von 66,8 Milliarden Yen (595 Millionen Euro) erzielt, rund 27,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Nettogewinn ging um 73,1 Prozent auf 2,17 Milliarden Yen (19 Millionen Euro) zurück. Grund: Enttäuschende Verkaufszahlen von Titeln wie Dark Void und Resident Evil: Darkside Chronicles . Zufrieden war man lediglich mit den Ergebnissen von Monster Hunter Tri , Resident Evil: Gold Edition und Ace Attorney Investigations: Miles Edgeworth.


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