InnoDB statt MyISAM: MySQL 5.5 ist deutlich schneller

InnoDB ersetzt in MySQL 5.5 ab sofort MyISAM als Standard-Storage-Engine. Die von der Oracle-Tochter Innobase entwickelte Storage-Engine unterstützt ACID-Transaktionen, bietet referenzielle Integrität und Wiederherstellung nach Abstürzen.
Zudem hat Oracle nach eigenen Angaben die Geschwindigkeit des Datenbanksystem deutlich gesteigert. Unter Linux soll MySQL 5.5.6 bei Schreib-/Lese-Operationen rund 4,6-mal so schnell sein wie MySQL 5.1.50, bei reinen Leseoperationen immerhin noch dreimal so schnell.
Noch deutlicher Fallen die Fortschritte unter Windows aus: Hier spricht Oracle von einer Geschwindigkeitssteigerung von 1.500 Prozent bei Schreib-/Lese-Operationen beziehungsweise 500 Prozent Geschwindigkeitszuwachs bei reinen Leseoperationen. Möglich macht dies ein vom MySQL-Entwickler Vladislav Vaintroub geschriebener Patch, der in MySQL 5.5 integriert wurde. Er erhöht die Effizienz der Slow-Mutex-Implementierung von InnoDB und nutzt die mit Windows Vista eingeführten konditionellen Variablen(öffnet im neuen Fenster) . Beides soll vor allem bei vielen gleichzeitig geöffneten Datenbankverbindungen für mehr Leistung sorgen, wie im InnoDB-Blog veröffentlichte Benchmarks(öffnet im neuen Fenster) zeigen.
Darüber hinaus unterstützt MySQL5.5 eine halb-synchrone Replikation(öffnet im neuen Fenster) . Dabei kann der Master weiterarbeiten, ohne auf alle Slaves warten zu müssen. Es reicht aus, wenn ein Slave den Erhalt der Daten bestätigt, um die Transaktion abzuschließen, was für mehr Datensicherheit sorgen soll. Replication-Heart-Beat soll dafür sorgen, dass Probleme schneller erkannt werden.
Die Partitionierung von Index und Tabellen wurde erweitert und unterstützt nun Anwendungen von RANGE und LIST auf die Spalten Date, Datetime, Varchar und Char. Zudem werden SIGNAL/RESIGNAL entsprechende dem ANSI/ISO-Standard unterstützt.
Der Release Candidate MySQL 5.5.6 steht ab sofort unter dev.mysql.com(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.



