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Intel: Mehr Cache und Hyperthreading per Code-Karte freischalten

Mehr Prozessorleistung per Softwareupdate – so lautet offenbar eine neue Vermarktungsstrategie von Intel. Mit der Intel Upgrade Application ist es möglich, bei bestimmten CPUs Funktionen wie Hyperthreading und zusätzlichen Cache freizuschalten.
/ Alexander Syska
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Auf einer noch unfertigen Webseite(öffnet im neuen Fenster) stellt Intel den neuen Upgrade Service für einzelne Prozessoren vor. Konkret genannt wird dort der Pentium 5691, der in Intels Prozessorfinder(öffnet im neuen Fenster) noch nicht auftaucht, bei dem sich Hyperthreading und zusätzlicher Cache gegen eine Gebühr freischalten lassen.

Wie Engadget berichtet(öffnet im neuen Fenster), sind in den USA bei Best Buy erste Upgrade-Karten für 50 US-Dollar aufgetaucht, die einen Code zum Freischalten der zusätzlichen CPU-Leistung enthalten.

Die eigentliche Freischaltung erfolgt über die Intel Upgrade Application(öffnet im neuen Fenster), die derzeit nur für Windows 7 zur Verfügung steht. Nach Installation der Software, Freischaltung und Neustart des Systems, sollen die neuen CPU-Funktionen zur Verfügung stehen, worüber ein Popup informiert, heißt es in Intels Dokumentation.

Für Intel bietet ein solcher Ansatz eine neue Möglichkeit der Preisdifferenzierung. Es ist nicht unüblich, dass Cache und CPU-Kerne auf günstigeren Modellen deaktiviert sind beziehungsweise die Taktfrequenz nach oben begrenzt ist. Damit tragen die Hersteller Fertigungsschwankungen Rechnung. Chips mit kleinen Fehlern können so mit eingeschränkter Leistung verkauft werden, während die besonders guten Exemplare für höhere Preise verkauft werden können. Übertakter nutzen dies seit langem, um billigere Chips mit höherer Taktfrequenz zu betreiben.

Neu ist, dass bestimmte Funktionen auch nachträglich freigeschaltet werden können. So wird es möglich, Billig-PCs für mehr Leistung nachzurüsten, ohne diese aufschrauben zu müssen. Bei Servern gibt es solche Ansätze seit langem. So können Unternehmen zusätzliche CPU-Kerne und andere Ressourcen freischalten, sollten sich die Anforderungen im Laufe der Zeit erhöhen, ohne auf neue Systeme migrieren zu müssen.


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