Location-Based Services: Motorola kauft Münchner Startup Aloqa
Der US-Konzern Motorola hat das deutsche Startup Aloqa gekauft. Aloqa bietet sein Produkt als mobile Applikation für Smartphone-Plattformen an. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Mehr als eine Million Menschen sollen die Software laut Motorola bislang heruntergeladen haben.
Aloqa wurde an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität gegründet. Aloqas Technologien und Dienste werten den Kontext des Nutzers zu Position, Profil und sozialen Beziehungen aus, um über möglicherweise relevante Örtlichkeiten, Veranstaltungen und Sonderangebote zu informieren. Aloqa-Software liefert Werbung passend zur Region, in der der Nutzer sich aufhält, wie zu tagesaktuellen Events oder Sonderangeboten von Discountern in der Nähe. Ein Tisch im Restaurant oder ein Hotelzimmer können mobil reserviert werden. Die Nachtagenten, Qype, Call-a-Bike und Bringbutler zählen zu den Anbietern, die einen Aloqa-Channel nutzen.
Christy Wyatt, Corporate Vice President für Software und Services Product Management bei Motorola Mobility nannte Aloqa "eine spannende Ergänzung zum Portfolio" des Konzerns. Motorola könne von dem spezialisierten Entwickler und der ortsbezogenen Push-Technologie profitieren. "Aloqas Kerntechnologien, die Nutzerdatenbank sowie die besonderen Kenntnisse des Teams passen besonders gut zu unserer geplanten serverseitigen Context Delivery Architektur", sagte Wyatt.
Aloqa wird Teil von Motorola Mobility, worunter die Geschäftsbereiche Mobile Devices und Home des US-Technologiekonzerns ab dem ersten Quartal 2011 zusammengefasst werden.
Aloqa wird in Motorolas Motoblur-Dienst integriert. Motoblur ist eine Erweiterung des Google-Betriebssystems Android: Die von Motorola entwickelte Software fasst Kommunikation per E-Mail und aus sozialen Netzwerken zusammen. Nutzer werden über neue Kontakte, Fotos und Statusupdates aus Facebook, Twitter, Myspace, Google Mail sowie über neue E-Mails direkt auf dem Home-Bildschirm des Telefons informiert.
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