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Windows und Office: Microsoft schließt fünf gefährliche Sicherheitslücken

Microsoft hat wie angekündigt neun Patches für Windows und Office veröffentlicht, um elf Sicherheitslecks zu beseitigen. Mit den Patches werden drei gefährliche Sicherheitslücken in Windows und zwei kritische Fehler in Office beseitigt.
/ Ingo Pakalski
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Ein gefährliches Sicherheitsleck betrifft Office XP, 2003 sowie 2007, Windows XP, Vista, Windows Server 2003 sowie 2008. Ein Fehler bei der Verarbeitung von Unicode-Schriften erlaubt es Angreifern, beliebigen Code auszuführen, indem er das Opfer zum Öffnen einer manipulierten Webseite oder einer präparierten Office-Datei verleitet. Mit einem Patch(öffnet im neuen Fenster) soll der Fehler nun korrigiert werden.

Ein Sicherheitsloch im Druckerspooler von Windows XP wird für diese Plattform als kritisch angesehen, weil sich darüber Schadcode einschleusen lässt. Dieser Fehler wurde im Zusammenspiel mit der bereits geschlossenen LNK-Lücke von Windows bekannt. Für die anderen Windows-Plattformen wird der Fehler als weniger gefährlich angesehen, weil sich dort nur mehr Rechte zuweisen lassen. Mit einem Patch(öffnet im neuen Fenster) soll der Fehler beseitigt werden.

Ein weiteres gefährliches Sicherheitsleck(öffnet im neuen Fenster) in Windows XP, Vista, Windows Server 2003 sowie 2008 tritt beim Einsatz des MPEG-4-Codecs auf. Der in den Windows Media Codecs enthaltene Codec ist fehlerhaft und erlaubt das Einschleusen von Programmcode, so dass Unbefugte ein System unter ihre Kontrolle bringen können.

Sicherheitsloch in Outlook

In diesem Monat beseitigt Microsoft ein Sicherheitsloch in Outlook(öffnet im neuen Fenster), das zur Ausführung von Schadcode missbraucht werden kann. Der Fehler findet sich in Office XP, 2003 sowie 2007, Office 2010 ist von dem Fehler nicht betroffen. Der Angriff ist per E-Mail möglich, wenn Outlook mit einem Exchange Server im Onlinemodus verbunden ist. Dann genügt bereits die Voransicht einer E-Mail.

Eine RPC-Sicherheitslücke(öffnet im neuen Fenster) in Windows XP und Windows Server 2003 kann ebenfalls zur unbefugten Programmausführung missbraucht werden, wird von Microsoft allerdings nicht als gefährlich klassifiziert. Gleiches gilt für ein Sicherheitsleck im Word-97-Textkonverter aus Wordpad(öffnet im neuen Fenster) in der Version, die in Windows XP und Windows Server 2003 verwendet wird. Obwohl sich der Fehler durch Öffnen einer präparierten Datei ausnutzen lässt, wird das Sicherheitsleck von Microsoft nicht als gefährlich eingestuft.

Eines von drei Sicherheitslecks im Internet Information Services (IIS)(öffnet im neuen Fenster) kann zur Codeausführung missbraucht werden, hat allerdings von Microsoft ebenfalls nicht die höchste Gefahrenstufe erhalten. Zudem beseitigt Microsoft in diesem Monat zwei Sicherheitslecks in Windows, die zur Erhöhung von Berechtigungen verwendet werden können.

Parallel zum monatlichen Patchday weist Microsoft auf ein offenes Sicherheitsloch in Outlook Web Access(öffnet im neuen Fenster) hin, für das es noch keinen Patch gibt. Der Fehler kann zur Ausweitung von Nutzerrechten missbraucht werden.


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