Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Google Me: Google will an die Kontaktlisten von Facebook

Die Pläne für das soziale Netzwerk von Google werden konkreter: Unternehmenschef Eric Schmidt will ab Herbst 2010 immer mehr von Facebook bekannte Elemente selbst anbieten - und trotzdem eng mit dem Konkurrenten zusammenarbeiten.
/ Peter Steinlechner
27 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Eric Schmidt, Google
Eric Schmidt, Google

"Das Beste, was Facebook passieren könnte, wäre, seine Daten zu öffnen" , sagte Google -Chef Eric Schmidt bei der Google-Zeitgeist-Tagung im US-amerikanischen Scottsdale. Schmidt hofft offenbar, dass sein Unternehmen mit Facebook zusammenarbeiten kann, um mehr Elemente aus sozialen Netzwerken in seinem eigenen Angebot anbieten zu können. Falls eine Kooperation scheitere, "gibt es andere Wege, um an diese Informationen zu kommen" , sagte Schmidt laut einem Artikel des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster) , ohne Details zu nennen.

Schon länger gibt es Gerüchte über ein eigenes soziales Netzwerk von Google, das angeblich unter dem Titel Google Me entsteht. Offenbar plant Google, sein Angebot nach und nach mit Elementen, die etwa aus Facebook bekannt sind, anzureichern. So könnte das zu Google gehörende Youtube eine Funktion bekommen, mit der Nutzer benachrichtigt werden, sobald ihre Kontakte sich etwa selbstgedrehte Videos ansehen oder kommentieren. Auch der Zugriff auf Inhalte von externen Diensten wie Twitter oder Flickr ist denkbar. Außerdem soll es laut Schmidt möglich sein, mit den in einem Google-Netzwerk hinterlegten Daten die Websuche zu individualisieren.

Google bereitet sich durch Kooperationen und strategische Übernahmen auf den Start seines sozialen Netzwerks vor. So arbeitet das Unternehmen eng mit dem Socialgames-Entwickler Zynga zusammen. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll Google sogar einen großen Anteil an Zynga halten, das Titel wie Farmville produziert. Erst im August hat Google das Unternehmen Jambool gekauft, den Vermarkter einer virtuellen Währung, mit der Entwickler Applikationen für soziale Netzwerke monetarisieren können.


Relevante Themen