Abo
  • Services:

Palmisano

IBM-Chef zieht über HP her

Hewlett-Packard hat aufgehört, in Forschung und Entwicklung zu investieren. So lautet der Vorwurf des IBM-Chefs an den Konkurrenten. Beim Abgang von Mark Hurd und dessen Wechsel zu Oracle habe sich HP zudem dumm angestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Palmisano: IBM-Chef zieht über HP her

Sam Palmisano, Chef von IBM, hat den Konkurrenten Hewlett-Packard öffentlich angegriffen. "Hewlett-Packard war einst ein sehr innovatives Unternehmen", sagte Palmisano dem Wall Street Journal. Doch der frühere HP-Konzernchef Mark Hurd habe den Bereich Forschung und Entwicklung kaputtgespart.

Stellenmarkt
  1. XOX Gebäck GmbH, Hameln
  2. Atlas Copco IAS GmbH, Geretsried

IBM hätte niemals einen so hohen Preis für den Cloud-Server-Hersteller 3Par gezahlt, so Palmisano. Hewlett-Packard hatte Dell im Bieterwettstreit um 3Par überboten und 2,1 Milliarden US-Dollar bezahlt. Doch Hewlett-Packard habe "keine andere Wahl" gehabt, urteilt der IBM-Chef. "Hurd hat mit Forschung und Entwicklung aufgehört".

Als Hurd die Führung bei Hewlett-Packard übernahm, senkte er das Budget für Forschung und Entwicklung von 3,5 Milliarden US-Dollar auf 2,8 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Umsatzanteil von 2,5 Prozent statt zuvor 4 Prozent. IBM gab unter Palmisano 6 Prozent seines Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus, im letzten Jahr waren es 5,8 Milliarden US-Dollar.

Hurd war Anfang August 2010 nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung und Untreue als Vorstandvorsitzender bei Hewlett-Packard zurückgetreten. Auslöser war die Schauspielerin Jodie Fisher gewesen, die als Marketing Consultant für Hewlett-Packard gearbeitet hatte. Hurd erzielte zwar mit der Schauspielerin einen Vergleich, er habe aber gegen die Richtlinien des Konzerns verstoßen, als er Geschenke für Fisher auf Firmenkosten abgerechnet hatte, ergab eine Untersuchung von Anwälten für Hewlett-Packard. Bei Hewlett-Packard bekam Hurd laut einem früheren Bericht des Wall Street Journals ein Abfindungspaket über circa 35 Millionen US-Dollar. Insgesamt verdiente er bei Hewlett-Packard im letzten Geschäftsjahr 30,3 Millionen US-Dollar. Trotzdem wechselte Hurd als President in die oberste Chefetage des Konkurrenten Oracle, wo er die Expansion in den Serverbereich leiten soll.

Palmisano kritisierte den Umgang von Hewlett-Packard mit der Personalie Hurd. "Das ist keine gute Verwendung des Geldes der Aktionäre", sagte er. "Es ist nicht im besten Interesse der Aktionäre gehandelt worden."

Die meisten Sorgen macht Palmisano der Konkurrent Oracle, er werde längerfristig zur größten Bedrohung für IBM. "Oracle investiert", sagte Palmisano, der zugleich Oracle-Chef Larry Ellison lobte. IBM konkurriert mit Oracle im Bereich Datenbanken, verkauft aber Oracle-Produkte an seine Kunden. Oracle hatte IBM bei der Übernahme von Sun Microsystems überboten und in diesem Jahr den Server- und Softwarehersteller für 7,4 Milliarden US-Dollar gekauft.

Palmisano wird im kommenden Jahr 60, denkt aber nicht ans Aufhören. "Ich gehe nirgendwohin", sagte er in dem Interview.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 22,99€
  2. (u. a. Zowie LED-Monitor 219,90€)
  3. (u. a. 64-GB-USB-Stick 9,99€, WD My Cloud EX2 Ultra 4 TB NAS 222,99€, SanDisk Extreme Portable...
  4. (u. a. Interstellar, Planet der Affen Survival, Alien Covenant, Deadpool)

MS-Admin 23. Sep 2010

gewesen. Solaris mit AIX zu verschmelzen (so wie es HP mit HPUX und Ultrix machte) sowie...

Mark Turd 15. Sep 2010

Ab einer gewissen Größe ist "organisches" Wachstum nicht mehr so effizient wie eine...


Folgen Sie uns
       


Amazons Echo Dot (2018) - Test

Echo Dot steht eigentlich für muffigen Klang. Das ändert sich grundlegend mit dem neuen Echo Dot. Amazons neuer Alexa-Lautsprecher ist damit durchaus zum Musikhören geeignet. Für einen 60 Euro teuren Lautsprecher bietet der neue Echo Dot eine gute Klangqualität.

Amazons Echo Dot (2018) - Test Video aufrufen
Interview Alienware: Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!
Interview Alienware
"Keiner baut dir einen besseren Gaming-PC als du selbst!"

Selbst bauen oder Komplettsystem kaufen, die Zukunft von Raytracing und was E-Sport-Profis über Hardware denken: Golem.de hat im Interview mit Frank Azor, dem Chef von Alienware, über PC-Gaming gesprochen.
Von Peter Steinlechner

  1. Dell Alienware M15 wird schlanker und läuft 17 Stunden
  2. Dell Intel Core i9 in neuen Alienware-Laptops ab Werk übertaktet

Amazons Echo Show (2018) im Test: Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude
Amazons Echo Show (2018) im Test
Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude

Die zweite Generation des Echo Show ist da. Amazon hat viele Kritikpunkte am ersten Modell beseitigt. Der Neuling hat ein größeres Display als das Vorgängermodell und das sorgt für mehr Freude bei der Benutzung. Trotz vieler Verbesserungen ist nicht alles daran perfekt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Alexa-Display im Hands on Browser macht den Echo Show viel nützlicher
  2. Amazon Echo Show mit Browser, Skype und großem Display

Serverless Computing: Mehr Zeit für den Code
Serverless Computing
Mehr Zeit für den Code

Weniger Verwaltungsaufwand und mehr Automatisierung: Viele Entwickler bauen auf fertige Komponenten aus der Cloud, um die eigenen Anwendungen aufzubauen. Beim Serverless Computing verschwinden die benötigten Server unter einer dicken Abstraktionsschicht, was mehr Zeit für den eigenen Code lässt.
Von Valentin Höbel

  1. Kubernetes Cloud Discovery inventarisiert vergessene Cloud-Native-Apps
  2. T-Systems Deutsche Telekom will Cloud-Firmen kaufen
  3. Trotz hoher Gewinne Wieder Stellenabbau bei Microsoft

    •  /