Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Microsoft beim IDF: Windows Media Center kommt in den Fernseher

IDF
Auf Basis von Intels CE-Atoms für Geräte der Unterhaltungselektronik hat Microsoft sein Windows Media Center so weit verschlankt, dass es auch auf Fernsehern laufen kann. Eine erste Vorführung in San Francisco enttäuschte jedoch.
/ Nico Ernst
25 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Wenige Wochen nach dem IDF wollen Samsung und Sony ihre ersten Fernseher in den USA auf den Markt bringen – und darin steckt Google TV, oder nach Intels Lesart Smart TV. Die Plattform basiert auf Android und hat mit Microsoft so gar nichts zu tun. Daher bekam der Softwarekonzern am zweiten Tag des IDF noch Gelegenheit, seine jüngste Entwicklung für das Wohnzimmer zu präsentieren.

Microsoft zeigt Windows Media Center für Fernseher
Microsoft zeigt Windows Media Center für Fernseher (03:08)

Wie Google TV arbeitet auch das Media Center von Microsoft auf den CE-Atoms von Intel. Das sind kleine SoCs mit Atom-Kern und HD-Decodern. Sie gibt es bereits in drei Varianten, die neue heißt CE-4300 und bringt auch noch einen Encoder mit, um Videos für Handheldgeräte umwandeln zu können. Ein Fernseher mit CE-Atom soll nämlich auch als digitaler Videorekorder und Server dienen.

Microsoft hat dafür Windows Embedded 7 – nicht zu verwechseln mit den PC-Versionen – um die vom PC bekannte Media-Center-Oberfläche erweitert. Barb Edson von Microsoft führte sie auf einem Prototyp vor. Auch bei dieser Demonstration fühlte man sich an Windows Media Center auf einem langsamen PC erinnert: Während die Bedienelemente noch flott reagierten, dauerte der Aufbau von Vorschaubildern oder das Aufrufen einer neuen Funktion wie dem Fotoalbum oder Netflix stets einige Sekunden. Die Wiedergabe von HD-Videos war zumindest auf dem nicht näher benannten Fernseher alles andere als ruckelfrei.

Besonders schlimm ist das jedoch nicht: Laut Barb Edson soll das Windows für den Fernseher auch erst 2011 auf den Markt kommen – mit welchen Partnern, ließ sich den Microsoft-Mitarbeitern nicht entlocken.


Relevante Themen