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Fusion-APU Bobcat: AMD zeigt offenen Bobcat-Prototyp

IDF
Wie bei fast jedem IDF ist auch AMD nahe der Intel-Veranstaltung um Aufmerksamkeit bemüht. Diesmal gelingt das besonders gut: Das Prototypensystem mit der Netbook-CPU "Bobcat" darf, anders als noch auf der Ifa, auch fotografiert werden. Fragwürdige Benchmarks trüben jedoch den Gesamteindruck.
/ Nico Ernst
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AMDs Vorführung der ersten APU "Zacate" auf Basis der Bobcat-Architektur ist die gleiche wie noch vor zwei Wochen in Berlin: Das Spiel "City of Heroes" läuft mit 30 bis 40 FPS (1.024 x 768 Pixel) auf Bobcat, aber nur mit der Hälfte dieser Geschwindigkeit auf einem Core i5-520M und dessen integrierter Grafik.

Im Gegensatz zu den IFA-Demos hat AMD nun aber auch noch einen Benchmark im Gepäck, dessen Name schon auf die Ergebnisse hinweist: "Psychedelic" heißt der Test, der unter der Vorschauversion des Internet Explorer 9 läuft. Er stellt nichts anderes als ein rotierendes Farbrad dar. Das ist, wenig überraschend, auf dem Bobcat zehnmal so schnell wie auf der Intel-Grafik. Offenbar hat AMD hier eine schlecht umgesetzte Funktion in Intels Treibern gefunden, mehr sagt die Vorführung nicht aus.

Einen Steinwurf entfernt von den rund 5.000 Ingenieuren, die Intels Entwicklerkonferenz besuchen, hat AMD aber auch seine Hemmungen bezüglich Fotos der Testplattform abgelegt. Sie sieht aus – wie eine Testplattform, also mit einem Mainboard, das in keinen Formfaktor passt, zahlreichen Messpunkten und einem Kühler, der in keinem Notebook Platz fände.

Trotz der kleinen Ungereimtheiten wirken die Vorführungen von Bobcat auch im zweiten Durchgang überzeugend. Allmählich wird es aber Zeit für realitätsnahe Benchmarks mit Standardanwendungen.[von Andreas Sebayang und Nico Ernst]


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