Kochrezepte mit OASIS

Intel macht den Küchentisch zum Touchscreen

IDF

Ein Kamerasystem mit Tiefenwahrnehmung und ein Projektor - schon ist der Touchscreen für die Küche fertig. Intel demonstriert ein System, das sich später jeder Haushalt leisten können soll.

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Kochrezepte mit OASIS: Intel macht den Küchentisch zum Touchscreen

Intel will mit OASIS (Object-Aware Situated Interactive System) den Umgang mit Gegenständen erleichtern. Anhand eines Küchenszenarios stellte Intel seine Sicht auf die Zukunft vor. Das System erkennt in diesem Fall typische Dinge, die auf einem Küchentisch zu finden sind: Bananen, Äpfel, ein Stück Fleisch oder eine Packung mit Eis. Dank der Erkennung werden dann entsprechende Informationen neben dem Fleischstück oder der Eispackung eingeblendet. Im Falle der Eispackung würde etwa ein Timer angezeigt, der rechtzeitig darauf hinweist, dass der Inhalt schmilzt.

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Bei Kochzutaten wie dem Stück Fleisch würden hingegen Rezeptvorschläge angezeigt. Das geht sogar so weit, dass gruppierte Zutaten entsprechende Rezepte anzeigen lassen. Dazu müssen die beiden Zutaten nur nahe beieinanderliegen, und schon kann der Koch aus mehreren passenden Rezepten wählen. Alternativ lässt sich auch ein Einkaufsplan mit dem System erstellen, etwa um fehlende Zutaten zu entdecken.

  • OASIS erkennt Gegenstände und Interaktionen mit einem Kamerasystem, das auch die Tiefe erfassen kann.
  • Für den Demoaufbau muss das System erst justiert werden.
  • Später soll sich OASIS anhand neuer Informationen auch selbst  justieren können.
  • Eine Eispackung wird erkannt...
  • ... und ein kontextbasierter Hotspot samt Timer wird projiziert.
  • OASIS-Aufbau von unten
  • Sichtweise des Systems
  • Auch verschüttete Getränke könnte OASIS erkennen. Hier allerdings noch mit einem Modell.
  • Versuchsaufbau von oben, ...
  • ... der auf das verschüttete Getränk sieht und projiziert.
  • Eine Eispackung aus Sicht eines Computers
OASIS erkennt Gegenstände und Interaktionen mit einem Kamerasystem, das auch die Tiefe erfassen kann.

Rezepte und aufpoppende Menüs können wie mit einem Touchscreen bedient werden. Dazu reicht das Antippen der entsprechenden Stelle. Sogar verschieben lassen sich virtuelle Zettel. Will der Anwender sie loswerden, werden sie einfach über die Küchentischkante geschubst.

Im Unterschied zu anderen Touchscreensystemen, die kapazitiv, resistiv oder optisch mit mehreren Kameras arbeiten, um alle Bereiche abzudecken, funktioniert das Intel-System nur mit einem 3D-Kamerasystem, das auch Tiefe wahrnehmen kann, und mit einem Projektor. Die Lösung wurde vor allem gewählt, weil sie verspricht, kostengünstig zu sein und auch die Auswertung der Daten nicht zu kompliziert ist. Durch diese Sparmaßnahme ergeben sich allerdings konzeptionelle Nachteile. So wird sowohl das Bild durch Schatten eingeschränkt als auch der erkennbare Bereich. Die Software soll trotzdem verdeckte Elemente erkennen können, etwa wenn der Nutzer etwas in der Hand hält. Dafür kann der Projektor aber auch Oberflächen bestrahlen, die ein herkömmliches Display im Küchentisch verdecken würden. Dazu gehört etwa ein Küchenbrett, auf dem Zutaten gerade zubereitet werden: Ein herkömmlicher Bildschirm wäre hier verdeckt.

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Die Demonstration des Küchenszenarios ist nur als Beispiel zu sehen. Künftige Einsatzgebiete könnten auch Apotheken sein, bei denen die Kamera die Packungen filmt und Informationen dazu liefert. Auch beim Zusammenbau eines Regals könnte das System helfen, indem es entsprechende Schrauben erkennt und Bauhinweise liefert. Alltagsgegenstände sind es, die das OASIS-System erfassen soll. Auf aufwendiges Taggen mit speziellen Symbolen und auf eine Bildschirmtechnik, wie dies beispielsweise für Microsofts Surface notwendig ist, will Intel verzichten.

Ob das System je den Forschungsstatus verlassen wird, ist noch nicht bekannt. Später soll das System so weit verkleinert werden, dass ein Einsatz in einem Gerät möglich wird, das nicht größer als ein Mobiltelefon sein soll.

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