Speichermarkt: Preise für DRAM auf Talfahrt
Die DRAM-Branche unterliegt einem besonderen Zyklus: Jede Verkleinerung der Strukturbreiten wie aktuell auf 40 Nanometer in der Massenproduktion vervielfacht die hergestellte Menge, was die Preise senkt. Fällt eine besonders hohe Nachfrage bei solchen Umstellungen aus, wie durch die vor zwei Jahren begonnene Wirtschaftskrise, fallen die Preise wegen Überproduktion.
Nach Kürzungen der Produktion im Jahr 2009 zogen die Speicherpreise wieder an, doch jetzt hat sich der kurze Aufschwung im Geschäft mit Privatkunden schon wieder überlebt. Das erklärte kürzlich Intel-Chef Paul Otellini, sein Unternehmen hatte deshalb sogar eine Gewinnwarnung ausgegeben.
Die Speicheranalysten von DRAMExChange(öffnet im neuen Fenster) stellen deshalb seit Monaten fallende Preise an den Spotmärkten fest. So ist beispielsweise ein 2-GByte-Modul für Notebooks (SO-DIMM) schon wieder unter 40 US-Dollar zu haben. Am Tiefpunkt der Speicherpreise Ende 2008 waren diese Module aber im deutschen Einzelhandel fast für die Hälfte zu haben. Dennoch: Von den Anfang 2010 aufgerufenen Preisen deutlich über 50 Euro sind die auch bei deutschen Hardwareversendern verlangten Kosten wieder weit entfernt.
Von taiwanischen PC-Herstellern will auch Digitimes(öffnet im neuen Fenster) erfahren haben, dass die Speicherpreise derzeit ständig fallen. Samsung befürchtet sogar bis zum ersten Quartal 2011 eine Überproduktion. Dann sind jedoch auch Rechner mit Intels neuer Architektur Sandy Bridge erhältlich, von der sich die gesamte PC-Branche eine starke Belebung der Nachfrage erhofft.
Wer seinen Rechner selbst aufrüsten will, hat nach dem bisherigen Trend bei Speichermodulen aber bis zum Jahresende dafür gute Gelegenheiten.



